Get Out - Kritik

Get Out

US · 2017 · Laufzeit 104 Minuten · FSK 16 · Komödie, Thriller, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Eigentlich besser als meine Bewertung, macht aber den Fehler, eine Figur auf etwas Offensichtliches hinweisen zu lassen.

    SPOILER

    "Grandma!"

    /SPOILER

    Ich hasse sowas.

    • 8

      "Get Out" ist fantastisch. Über sämtliche, durchaus vorhandene, Drehbuch-Schwächen hinweg weiss der Film mit einigen der heftigsten Schockmomenten der letzten paar Kinojahre und einer schlauen Herangehensweise an das Dauerbrenner-Thema "allgegenwärtiger Rassismus in den USA" zu überzeugen. Die Schauspieler sind fantastisch und die Inszenierung holt das beste aus jeden insvestierten Cent.

      5
      • 8

        Man kann nicht so viel vom Film erzählen ohne zu spoilern, allerdings kann man sagen, dass der Twist recht gelungen ist. Allem was davor liegt folgt man mit neugieriger Verwunderung - mit der zentralen Frage inwieweit die weibliche Hauptrolle involviert ist...alles danach ist wieder mehr klassisch Horrorfilm, wenn auch mit ungewöhnlichem Tempo. Sehr nette Variation des Horrorgenres

        • 8

          Fand ich gar nicht verkehrt und richtig spannend!
          Ein interessanter und auch manchmal witziger Thriller, der zwar massiv übertrieben dargestellt wird (weshalb ich diesen Film auch eher in die Kategorie "Science Fiction" einstufen würde) aber ziemlich oft auch Gänsehaut Momente und dazu einen grossartigen Showdown zu bieten hatte!

          Fazit: Spannender, leicht scifimäßig angehauchter Thriller!

          PS: Das Geräusch beim Tee umrührend hat mir ein wohliges "asmr" kribbeln im Kopf bescheehrt! Wem ging's noch so? haha :D

          • 0
            TwoLips 19.09.2017, 00:32 Geändert 19.09.2017, 00:44

            Vorab Version - muß ich noch Korrektur lesen. Gn8

            Ist mir in vielen Belangen zu bewußt manipulierend ausgerichtet. Mit Sicherheit wurden die Erwartungen des weißen Publikums sorgsam einkalkuliert, nicht wahr?
            Ich mag Filme mit schwarzer Thematik die über Ungleichheit handeln und die einen direkt in die Fresse hauen so wie Mississippi Burning z.B.
            Oder Morde die von Weißen Cops verübt wurden. Dann gibt es noch diesen Film der hauptsächlich in einer Bahn spielt. Dort wird ein Verbrechen begangen, aber am Ende sind einfach nur die Schwarzen Schuld.Ich sehe aber auch Facebook Videos die vier schwarze Kinder entlarven die live einen Weißen foltern weil sie Rassisten sind.Das ist halt echt - und was viele oberflächliche Filme angeht: Dort mag Rassismus zwar bedingt witzig sein - ist aber letztlich Schwachsinn, das merkt man dann wenn Rassismus Folgen hat - wie bei dem oben genannten Video. Der Spaß hört halt irgendwann auf und dann klingelt die Polzei an Tür.

            Mir ist Get Out zu politisch geraten, zu schleimig und er biedert sich geradezu an, hat zuviel Verbeugung vor Hollywood usw. Er hat ein absolut beschissenes Ende. Das mißbillige ich.Peele wollte halt mehr Publikum gewinnen als Beitrag leisten und ist auf Nummer Sicher gegangen. Get out ist letzlich vollkomen uninspiriert und absolut weichgespült und deshalb kann er mir gestohlen bleiben.Ich bin übrigens fanatischer Blues Höhrer, aber wenn man Blues wirklich versteht dann ist es weit mehr als... und ich forumliere das jetzt mal eindeutig "Schwarze die auf einem Feld zusammen heulen". Blues geht viel viel weiter als "Singen auf einem Feld".

            Und niemand hat alleiniges Anrecht auf den Schmerz. Der gehört uns allen.
            Während wir Deutschen permanent versuchen uns von unserer Nazi Vergangenheit
            freizureden und wegzukaufen, zelebrieren US Amis jahundertelange Skalverei mit absoluter Geschäftsmässigkeit ( In Filmen, Im Fernsehen, in Parks, Rassenunruhen sind mehr Entertainment als lehrreiche Dokumentation und so geht das immer weiter ) während Krieg und Armut in Afrika und anderen Ländern immernoch praktiziert wird und letzlich scheissegal sind. Da drehen wir halt mal Beast of no Nation und kassieren da auch noch gut mit ab während wir westliche Seelen angenehm beruhigt werden und hier darüber Kommis verfassen dürfen. Geht's noch, oder WAT?

            Wieviel Indianer leben eigentlich noch? Die Thematik mit der Abschlachtung nimmt doch heutzutage auch keiner mehr Ernst. Macht ja nix denn die Schwarzen sind ja noch zahlenmäßig genug um medienwirksame Aufschreie zu produzieren. Amis sind halt Amis. Entertainment ist Entertainment. Es geht immer weiter. Ich muss diesen Dreck an Filmen nicht konsumieren und bejubeln. Ich muss da auch nichts thematisieren und begründen oder analysieren.

            Eine moralische Debatte will Get Out ja grundsätzlich vermeiden. Der Film ist mir zu oberflächlich. Dann lieber die schreiende Wahrheit. Warum keinen zynischen Drecksfilm, der aber zumindest erhlich und wahr ist, den kann ich zumindest respektieren.

            So ist das mit der Solidarität, die greift immer nur dann wenn es gelegen kommt und genau so ein Scheissfilm ist Get out. Ich will was echtes, was ehrliches und nicht so eine Alibi Wohlfühlscheisse die sich hinter mäßig gekonnten Film-Fähigkeiten versteckt und allen Zuschauern erlaubt zu sagen "Oh wir haben heute mal echt schwarzen Humor inhaliert". hö hö hö

            Nein dat war nix. Nix wurde inhaliert. Es wurde nur Geld in ein Schwein geworfen. Eine richtig fette Sau und die nennt sich Entertainment.

            So, dat war die Meinung zum Film. Nicht persöhnlich nehmen. Ein wenig Gesellschaftskritik, ein wenig Rumgerotze.Aber wer einen Film wie Get Out macht der muß auch mit politisch gefärbten Antworten rechnen.

            Ich habe natürlich nichts dagegen das andere Menschen den Film geniessen. Schaut ruhig. Ich bin wahrscheinlch so angeheizt von all diesen Debatten über Rasse und Gender das ich einen Film mit dieser Thematik nicht ganz ohne Dampf ablassen beschreiben kann.

            Wie gesagt ich würde den Film boykottieren und empfehle lieber Sachen wie Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses!

            Schaut sowas und nicht so ne Kacke wie Get Out - der in der heutigen Zeit einfach widerlich ist - Weil sich alle anbiedern und nichts mehr Wahr ist.

            Gute Nacht!

            1
            • 8 .5

              Der junge Chris fährt übers Wochenende mit seiner Freundin Rose zu ihren Eltern aufs Land um diese nun endlich nach fünf Monaten kennen zu lernen. Sorgen bereitet ihm dabei zunächst, dass Rose ihren Eltern bisher seine Hautfarbe verschwiegen hat, doch sie wischt seine Bedenken schnell beiseite. Und tatsächlich scheint seine Hautfarbe keine Rolle zu spielen, als die beiden auf dem elterlichen Landhaus ankommen und Chris von ihren Eltern herzlich empfangen wird. Trotzdem bleibt die Atmosphäre seltsam angespannt und Chris beginnt sich zunehmend unwohl zu fühlen.

              Black is the new white… Ein cleverer Satz, der mehr von der eigentlichen Handlung vorweg nimmt, als man anfangs vermuten würde. Aber von Anfang an. Sowohl die Regie als auch das Drehbuch zu Get Out stammen von Jordan Peele, der meines Wissens nach überwiegend als Comedian im amerikanischen Fernsehen bekannt ist und sein Kinodebüt mit nur 5 Millionen Dollar realisieren konnte. Was gab es nicht alles für Vorschusslorbeeren, wurde Get Out vielerorts doch sowohl von den Kritikern als auch von den Kinogängern geradezu in den Himmel gelobt und nicht selten als Rettung des Horrorgenres dargestellt. Kann der Film all dem gerecht werden? Wie so oft lautet die Antwort wohl jein. Er ist zweifellos Teil einer Speerspitze junger Genrefilme wie zuletzt It Follows, Don´t Breathe, The Gift, The Invitation oder The Babadook und ein – soviel kann ich schon mal verraten – verdammt guter Film geworden, aber den ganz großen Retter kann ich in ihm auch nicht erkennen. Auf der strukturellen Ebene arbeitet Get Out wahnsinnig geschickt mit winzigen, aber dafür umso effektiveren Irritationen im sozialen Miteinander und erschafft eine Art diffuse Grauzone, innerhalb derer zwar starkes Unwohlsein entsteht, gleichzeitig aber keine konkreten wie stichhaltigen Anhaltspunkte zur Begründung dafür geliefert werden. Get Out ist randvoll mit pointiert eingesetzten und hochgradig ambivalenten Momenten, welche den Zuschauer immer wieder vor den Kopf stoßen und stark irritieren. Um diesen Effekt der Entfremdung noch weiter zu verstärken, macht es sich Jordan Peele nicht allzu leicht, denn Chris einfach nur stumpf in die Arme zurückgebliebener Hinterwäldler laufen zu lassen, das wäre viel zu einfach. Stattdessen etabliert der Film vielmehr ein scheinbar harmloses, eher politisch links zu verortendes, bürgerliches und gebildetes Umfeld und thematisiert den latenten Alltagsrassismus statt den ganz unverhohlen offensichtlichen. Pseudo-Liberalismus und aufgesetzte Weltoffenheit als Deckmantel ganz anderer Motivationen sind das Ziel von Peeles teils satirischem Ansatz, welchen er sogar noch frech wie mutig überhöht und auf die Spitze treibt, wenn final der Integrationsgedanke geradezu wörtlich genommen wird. Peele beweist in Get Out ein unglaublich feines Gefühl für Genrestrukturen, wenn bereits der Prolog zur eigentlichen Handlung gekonnt tradierte Konventionen nicht nur variiert, sondern lieber gleich auf den Kopf stellt. Laut eigener Aussage ist Get Out inspiriert durch Filme wie George A. Romeros Night of the Living Dead (1968) und The Stepford Wives (1975) von Bryan Forbes, beides ganz eindeutig Produkte ihrer Zeit, die zwar dem Genre Horror zuzuordnen sind, die beide aber auch politische und gesellschaftliche Motive in ihren Handlungen verarbeiten.

              Diesen Weg schlägt auch Jordan Peele mit seinem Regiedebüt ein und liefert ein grandios geschriebenes wie inszeniertes, atmosphärisch ungemein dichtes Stück Thriller, dessen gesellschaftliche Relevanz heute kaum größer sein könnte. Dafür braucht es nur wenig mehr als minimale Verschiebungen in der sozialen Interaktion der Figuren, um eine maximale Irritation beim Zuschauer auszulösen. Leider geht gegen Ende ein wenig an Spannung und Reiz verloren, wenn Get Out auf den letzten Metern dann doch noch in Richtung konventionell strukturierten Horror abbiegt. Das ist ein wenig schade, tut dem übrigen Filmvergnügen aber kaum Abbruch. Allein ein konsequenteres Ende hätte ich mir gewünscht, dann hätten wir es vermutlich jetzt schon mit einem modernen Klassiker zu tun und ich müsste Höchstwertungen zücken. Dennoch ist Get Out ein hoch spannender wie wichtiger Film, unglaublich clever geschrieben, extrem gut durchdacht und mit einem Reichtum an Details versehen, der definitiv zu weiteren Sichtungen einlädt. Hut ab!

              • 0

                Man man, was für ein Schrott. Wie soll ich das anders kommentieren? Nutzt die Zeit bitte anders als euch sowas anzusehen. Wofür soll man da Punkte geben?

                • 6

                  Habe hiervon nach den ganzen guten Kritken wirklich viel erwartet und wurde dann noch enttäuscht. Gerade bei Horrorfilmen gehe ich eigentlich mit einer viel geringeren Erwartung in den Film, um dann am Ende doch positiv überrascht zu werden. Man wird hier aber ewig auf die Folter gespannt aber sobald das eigentiche Rätsel gelöst ist gibts mal kurz Action und das wars schon. Da hat mich dont Breath aber deutlich länger in Spannung gehalten.

                  • 8 .5
                    Daggiolone 14.09.2017, 01:01 Geändert 14.09.2017, 01:07

                    Was für ein erfrischend skurriler Film! Drama, Thriller, politischer Film, Splatter, Komödie... alles gleichzeitig. Und es funktioniert fabelhaft! Toll auch wie langsam fließend der Übergang vom ernsten politischen Drama, zur Horrorkomödie vonstatten geht. Man merkt ihn kaum. Plötzlich ist es ein anderer Film. Aber so, als hätten wir nie etwas anderes gesehen.
                    Das Thema Rassismus wird ernst genommen, um ihm dann wiederum die Schwere der Political Correctness zu nehmen. Ja man darf lachen!

                    "Ich hab Dir doch gesagt, Du sollst nicht dahin gehen!"

                    3
                    • 7 .5

                      Interessante und spannende Story, mit einer schön düsteren und beklemmenden Stimmung. Zum Teil zwar vorhersehbar, trotzdem fesselnd. Der Cast hat mir auch gut gefallen. Vor allem Allison Williams, die ich bisher nur aus der Serie "Girls" kenne, hat mir besonders in der zweiten Hälfte des Films gefallen.

                      1
                      • 3

                        Wieder einmel ohne Grund gehyped. Der Film kann nichts. Gar nichts. Während man höchst gelangweilt wartet, dass nun endlich irgendetwas passiert, kommt plötzlich ein völlig abstruses Ende daher, dass für jeden, der nicht völlig bescheuert ist, einfach unmöglich ist. Mehr ist es nicht. Kann man vergessen.

                        • 6 .5
                          der cineast 11.09.2017, 00:32 Geändert 11.09.2017, 00:38

                          Die durchaus frisch wirkende Prämisse und Ausgangssituation von GET OUT ist im Grunde eine der ältesten und interessantesten Herangehensweisen für einen guten Horrorfilm: Soziale, gesellschaftliche Missstände, Ängste und menschliche Untiefen in eine blutgetränkte und/oder gruselige Geschichte überführen, die all jene Themen im Subtext verhandelt. In GET OUT wird der Zuschauer durch die Augen und Empfindungen seines hochtalentierten Hauptdarstellers in ein unheimliches und komisches Wechselbad der Gefühle geworfen und zuweilen schamlos untergetaucht. GET OUT ist ein richtiger Film, weil er den Rassismus sieht, ihm aber keine Chance gibt und ihn blutig niederstreckt, ohne einen zu moralischen und belehrenden Duktus zu gebrauchen. Auch wenn der Film sich selbst noch viel länger, gruseliger und nachhaltiger auskosten könnte und nach der Enthüllung seiner Pointe ein bisschen verloren wirkt und noch einen unpassenden Nebenplot einfügt, so ist er doch ein amüsanter Genrefilm geworden, der seinen Witz nicht verliert, sondern ihn mit charmanter Spannung veredelt. I liked that, man.

                          6
                          • 7

                            War schon ganz gut...überdurchschnittlich ohne Frage...aber dann doch nicht mehr. Man hätte das m.M. noch etwas spannender umsetzen können.

                            • 6

                              Kann man sich durchaus ansehen. Der Anfang ist vielversprechend, stellenweise auch ganz amüsant.

                              Man sollte sich nicht so ganz auf das Wörtchen "Horror" konzentrieren. In der Hinsicht wird nämlich wenig geboten, da vieles zunehmender Laufzeit durchsichtig wird, das nimmt dem Film die Spannung. Das Ende ist sogar ziemlich unbefriedigend/schlecht.
                              IMO, zeigt Get Out gute Ansätze, Drehbuch, Spannungskurve lassen jedoch mit zunehmender Laufzeit deutlich nach.

                              • 8

                                Mittlerweile gehe ich an Horrorthriller immer ohne Erwartungen ran und bekomme meist genau den flachen, x-fach schon mit anderen Figuren gesehenen Film. "Get out" ist anders. "Get out" geht einfach neue Wege und dabei stimmt einfach Vieles. Vor allem die Filmsprache und Inszenierung. Obwohl leicht vorhersehbar wird konsequent an der Spannungsschraube gedreht. Atmosphärisch top, die Musik tut ihr übriges und zudem wird alles gewürzt mit einer Prise Satire und Humor.

                                Frischer Wind tut immer gut und obwohl relativ müde gestern Abend, hielt mich der Film problemlos wach, das will was heißen. Am meisten freut mich, dass "Get out" die meisten (inzwischen) gängigen Methoden des Genres links liegen lässt und einfach seinen Weg beibehält, durchgehend bis zum Schluss.

                                7
                                • 8 .5

                                  Ist Schwarz das neue Weiß? Eine Frage von vermeintlich modischer Natur, möchte man guten Herzens meinen, die jedoch in "Get Out" in einem ganz anderen Sinne beantwortet wird. Dies ist nur eines von einigen satirischen Filetstücken, die in Jordan Peeles Debütfilm ihre angsteinflößende Plattform bekommen. Als Resultat der einstigen #OscarsSoWhite-Debatte ploppen allmählich die interessanten Kandidaten auf, die die schwarze Hautfarbe selbstbewusst zum Thema machen, wobei "Get Out" neben "Moonlight" sicherlich zu den gewagteren und dadurch deutlich aufregenderen Versuchen gehört. Das Thema Rassismus in den USA ist leider immer noch ein bestehendes Problem und wurde oft in Gangsterfilmen oder Dramen verarbeitet. Dass sich jemand traut, aufgrund dessen mal einen gewitzten Horrorthriller zu spinnen, habe ich so aber auch noch nicht gesehen.

                                  Der Film mag von außen betrachtet wie ein harter Horrorfilm anmuten, doch der Schein trügt im wahrsten Sinne des Wortes. So beginnt "Get Out" auffallend zahm und gutmütig, indem wir die neue weiße Familienwelt quasi aus den Augen des schwarzen Protagonisten erleben. Der Einsatz der Schauspieler und die Peeles Inszenierung als solches sind dermaßen effektiv, dass man sich als Zuschauer ebenso bereitwillig und pflichtbewusst dem Ich-besuche-die-Familie-meiner-Freundin-Szenario stellen will wie eben jener Chris. Mehr über den Inhalt zu schreiben ist allerdings schon zuviel des Guten. Ich selbst wusste noch nicht einmal genau über die Prämisse Bescheid und mir wurde selten so raffiniert der Boden unter den Füßen weggezogen (Wer den Streifen bereits gesehen hat, erkennt die unvermeidbaren Film-Metaphern, weshalb ich mir weitere verkneife). Der Plot eröffnet einem unterhalb der Oberfläche ein intelligentes Potpourri an Symbolen und Motiven, wie man es in dem Horror-Segment selten findet und über die es sich nachzudenken lohnt. Ein kleines Meisterwerk, der einerseits meine genre-affinen Synapsen gekonnt anspricht, andererseits manch bissige, dann aber auch schlicht scharfsinnige Seitenhiebe auf die heutige Gesellschaft wirft. Mein bisheriges Kinohighlight 2017!

                                  10
                                  • 9

                                    Absolut zu empfehlen. Gerade in der zweiten Hälfte kaum zu toppen an Spannung. Der Film geht gekonnt satirisch mit Rassismus um. Und das auf leicht, verzeiht, schwarze Art und Weise.

                                    Hat sehr viel Spaß gemacht den zu gucken.

                                    • 4

                                      Die Frauen von Stepford.

                                      Mit schwarzen und auf rassistisch.

                                      Sehr einfallsreich...

                                      • 6 .5

                                        Also ganz so begeistert wie meine Vorredner bin ich nun nicht, aber Get Out konnte doch gut unterhalten, wenn auch alles ein wenig vorhersehbar war.

                                        Kein absolutes Highlight, aber trotzdem noch eine gute:

                                        6,5/10

                                        • 8
                                          Srics213 01.09.2017, 14:21 Geändert 02.09.2017, 19:06

                                          ...resident evil...

                                          Mach es wie ich. Schau keinen Trailer, lese keine Kommentare, keine Kritiken und rede mit niemanden über GET OUT. Ja, auch ich habe den gerechtfertigten Hype um diesen Film wahrgenommen, mich ganz zufällig nicht verrückt machen lassen. Geh und besorg dir diesen Film!

                                          GET OUT ist ganz unerwartet das größte Fest, was ich dieser Tage erleben durfte. Dabei fällt es angenehm schwer zu sagen, was GET OUT eigentlich ist, denn die vielen unterschiedlichen Zutaten machen richtig viel Spaß, ohne dass die irre Melange den Film gleich als Komödie dastehen lässt. Höchst unterhaltsam!, möchte ich meinen. Regisseur und Autor Jordan Peele setzt mit einem Budget von knapp 5 Millionen Dollar eigenwillige Akzente. GET OUT hat ein tolles Script und einen spielfreudigen Cast im Rücken, punktet durchweg mit der richtigen Mischung aus Horror, einem durchaus gefühlvollen Drama, mit dezenten Spitzen lascher Beziehungsfilme und einem fantastischen Gespür für schrägen Spaß! Ein sehr kurzweiliger, eigenständiger Film. Ich hoffe, dass die Macher GET OUT nicht fortsetzen wollen, was bei dem enormen Einspiel wohl ehr Wunschdenken bleibt.

                                          Versiert, bedacht und abwechslungsreich. Genau das zeichnet die überragende Regie mit ihren kreativen und markanten Einfällen aus. Jede Einstellung, der genial schiefe Score und die vielen Elemente, die sich zu jederzeit ernst nehmen, auch wenn es mal lustig wird, machen Jordan Peele's Regiedebut zu einer unvergesslichen Angelegenheit. GET OUT lässt andere Lichter der letzten Jahre weit hinter sich, katapultiert mit seinen gefühlvollen, wiederkehrenden Ausformulierungen jeden anderen Genrefilm von der Tanzfläche und verzauberte mich knapp 100 Minuten lang. Natürlich atmet GET OUT auch einige Klischees verschiedener Genres, lacht, lernt sich kennen, verzieht die Schnute und tänzelt durch sauber strukturierte Mechanismen, Blickwinkel und Fragen, die ich sonst nur von den besten Vertretern des zeitlosen Horror's präsentiert bekam. Ich möchte so viel erzählen ob der vielen Verquickungen, die fließenden Übergänge, der galligen Farce und Satire dahinter, aber das gehört sich nicht. An GET OUT ist alles perfekt und selbst das Finale IST so, wie es sich gehört, verwehrt sich einer gewissen Konsequenz. Der Horrorfilm als Spielball des Einfallsreichtums. Unter den vielen guten Darstellern gefiel mir Hauptdarsteller Daniel Kaluuya am besten. Hier steckt, im Hauch der Regie, viel Talent und ich bin gespannt, was die Zukunft bringt. Denn sowohl Multitalent Jordan Peele, als auch sein Hauptdarsteller bergen viel Potential, dass sie bereits mit GET OUT voll ausspielen. Ein Triumph. Und nun hau ab und schau GET OUT.

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                                          • 8

                                            Das hier einige Kritiken streng ausgefallen sind hat mit der Erwartung zu tun, eine Komödie zu sehen. Es ist eher eine bitterböse Satire die einem Gänsehaut beschert.

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                                            • 8

                                              Überraschend guter Film, hat auf Ebenen Spass gemacht. Teils lustig, überraschend freaky und doch durchgehend eine sich aufbauende Spannung. Die Vermischung hat mir gut gefallen, nur das stupfe Ende war nicht mein Geschmack.

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                                              • 3

                                                Ich habe mich so über die guten Kritiken gefreut und darauf, endlich mal wieder einen guten Horrofilm zu sehen.
                                                Anfangs fand ich vor allem die Musik gut und eindringlich, meiner Meinung nach war sie das beste am ganzen Film. Gut eingesetzt.
                                                Dann kommen wir zu den Figuren, die alle durchweg sehr oberflächlich dargestellt waren... ich kannte den Hauptdarsteller, glaube ich, schon aus einer Folge von Black Mirrors. Der Film hat mich von der Aufmachung her auch irgendwie an die Serie erinnert. Dann die Familie; wo kommen die her? Wer sind die? Warum denken die so? War mir alles zu oberflächlich.
                                                Dann die tierisch nervige, grottenschlechte, zweite Emilia Clarke namens Allison Williams, die mir mit ihrer lahmen Darstellung der Rose nun endgültig bewiesen hat, was ich schon in Girls befürchtete. Sie kann nichts und ist einfach nur eine faule, talentlose Darstellerin. Ihre Art und Weise zu sprechen macht wirklich nicht schlecht Lust, ihr einfach ein "Halt die Klappe!" ins Gesicht zu brüllen. Die sympathischste Figur war der Kumpel des Hauptdarstellers, dessen Namen mir schon wieder entfallen ist.
                                                Ich mag es nicht, sowas zu sagen, aber die Lebenszeit hätte ich echt besser investieren können, als mir diesen Streifen anzugucken. Ärgerlich!
                                                Aber die Musik war gut!

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                                                • 3 .5

                                                  Also ich fand den auch nicht wirklich prickelnd. Ein Film sollte mich schon fesseln damit ich nicht dabei einschlafe, und genau das ist hier passiert. Ich fand den schlichtweg langweilig.
                                                  Schade, die Kritiken hier haben mir mehr versprochen.

                                                  • 7 .5

                                                    Gerade anfangs sind einige Sachen sehr erzwungen. Ansonsten aber echt cool. Gute Idee, gut umgesetzt.

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