Doctor Strange - Kritik

Doctor Strange / AT: Dr. Strange

US · 2016 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Fantasyfilm, Abenteuerfilm, Science Fiction-Film · Kinostart
Du
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    J.F.Lannister 30.03.2017, 01:28 Geändert 30.03.2017, 11:26

    Wie zuletzt bei "After Earth" frage ich mich hier erneut, was dieser Film überhaupt will oder soll. 110 Minuten dauert "Doctor Strange" und es geschieht überhaupt nichts Relevantes oder Atmosphärisches, außer dass der Film seine hervorragenden CGI-Effekte spazieren fährt. "After Earth" war zwischenzeitlich wenigstens spannend!

    Immerhin kann man hier ein lustiges Ratespiel spielen und sich fragen, aus wie vielen Filmen "Doctor Strange" inhaltlich und stilistisch zusammengeschustert wurde. "Batman Begins", "Iron Man", "Inception", "The Matrix", Arztcomedy à la "Scrubs", "Interstellar", "Ant-Man" und die psychedelische Farbsequenz aus "2001". Nur dass diese Sequenz absolut nicht psychedelisch wirkt, sondern geradezu hyperaktiv ausfällt. Den Dormammu-Kaecilius-Plot mit dem ewigen Leben konnte ich nicht so recht zuordnen. Aktuell bin ich da bei "Star Wars", aber eigentlich erinnert mich dies an eine andere Geschichte. Mir möchte nur nicht einfallen, welche Geschichte ich da meine...

    Für verwerflich halte ich so eine Zusammenschusterung übrigens nicht, nur sollte der entsprechende Film dann auch Eigenleben besitzen. Warum man mit Dormammu bereits den nächsten großen Schurken ankündigt, habe ich nicht verstanden. Thanos hat sich noch nicht mal von seinem Thron erhoben und schon steht bereits ein neuer Weltenzerstörer auf der Schwelle. "Der Nächste! Zur Weltenzerstörung? Durch die Tür hinaus, zur linken Reihe und jeder nur eine Welt." Was soll das? Und warum verbünden sich Thanos und Dormammu eigentlich nicht?

    Symptomatisch für den Humor im Film sind jene Szenen, in denen Strange Witze erzählt und Wong nicht lacht. 95% der Witze in "Doctor Strange" sind vollkommen unlustig, ich glaube, das ist der schlechteste Humor, den ich je in einem MCU-Film gesehen habe!

    Analog dazu der Soundtrack. Früher war ich großer Fan von Michael Giacchino, aber in letzter Zeit haut er echt viele Gurken raus. In "Jurassic World" überzeugte wenigstens die Main Theme, "Rogue One" war eine musikalische Katastrophe und auch dieser Soundtrack hier ist absolut nichtssagend und plätschert vor sich hin. Ich habe den jetzt schon wieder vergessen.

    Ansonsten ist es schon erstaunlich, wie man so einen großartigen Cast ins Nichts verpuffen lassen kann. Benedict Cumberbatch lebt größtenteils von seiner Sherlock-Performance, Tilda Swinton und Chiwetel Ejiofor (der in keinster Weise aussieht wie Chadwick Boseman!) können hier gar nichts, Mads Mikkelson taugt höchstens als Clown auf einem Kindergeburtstag. Rachel McAdams mochte ich und auch Benedict Wong fand ich cool, das liegt aber ähnlich wie bei Cumberbatch an einer früheren Rolle (hier: als Bruce Ng in "The Martian") und weil er die Witze wie gesagt ebenso unlustig fand wie ich selbst.

    Fazit: Viel Schnarch mit geilen Effekten.
    Für mich momentan der schwächste aller MCU-Filme.

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      Hmm...naja...also...Ich finde es echt schwer den Film zu bewerten. Ich wollte den Film anfangs nicht wirklich sehen weil ich den Trailer schon nicht besonders ansprechend fand. Der Film hatte aber so gute Kritiken, dass wir ihn uns doch angesehen haben. Die Rolle des Doctor Strange war für ein Talent wie Cumberbatch kein Problem und ich finde nicht, dass er ein Abklatsch von Tony Stark war, auch wenn er ihm vom Charakter her ähnelt. Vor allem dar Tony Stark seinem Charakter treu bleibt, während Strange zuerst das größte Arschloch ist und im Laufe des Filmes zu jemanden wird, der seine ganze Zeit und Energie in die Rettung von Menschen und der Bewahrung des Guten steckt, obwohl er mit der Magie alles mögliche machen könnte. Von Mads Mikkelsen hätte ich mir mehr erwartet. Generell war der Bösewicht in der Story ziemlich uninteressant. Mit seiner glatzköpfigen Mentorin konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Weiß nicht genau warum, ich fand sie einfach doof. Auch die Sache mit der Magie war für mich nicht gut dargestellt. Strange war eine ganz normale Person (halt mit einem fotografischen Gedächtnis), erfährt dass es Magie wirklich gibt und plötzlich hat er auch magische Kräfte. So von heute auf morgen. Dann jagen sie durch ein paar der berühmtesten Städte der Welt, die sich jedes Mal ohne Grund in alle Richtungen drehen. Alles in allem ziemlich unspektakulär. Wenn nicht gerade dieser Marvel-Hype grassieren würde und man nicht so viele berühmte Schauspieler reingepackt hätte, glaube ich dass den Film fast niemand schauen würde.

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        chrsthl 27.03.2017, 08:09 Geändert 27.03.2017, 08:11

        Bewertung 1000.
        Und es geht um den nächsten Film aus dem Hause Marvel. Uns erwartet die typische Origin-Story, wie wir sie schon so oft gesehen haben und noch so oft sehen werden, bis es halt keine Helden mehr gibt. Die Auswahl der Darsteller ist echt super, allerdings fand ich die Figuren im Film eher farblos. Die Bilder und CGI-Effekte waren wirklich grandios und haben Spaß gemacht. Insgesamt ist Dr. Strange eine solide Origin-Story, mehr aber auch nicht. Ich bin gespannt wir der Doctor in das weitere Universum eingebaut wird.

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          Eher belanglose Origin-Story aus dem MCU. Zwar überzeugt die Optik des Filmes, doch weder Doctor Strange noch die lancierte Geschichte mögen so richtig begeistern und bieten eher aufgewärmte Kost, die ein bisschen "Iron Man" hier und etwas Magic da zu konglomerieren versucht. Zwar macht der Film neugierig, inwiefern die magische Komponente zukünftig bei den Avengers eingebracht wird, doch ist der Film für sich betrachtet eher vernachlässigbar und birgt kaum Konsequenzen für die Helden des MCU.
          Eine große Enttäuschung auf der Darstellerseite ist zudem Mads Mikkelsen, der völlig untergeht. Auch McAdams und Benamin Bratt bleiben farblos. Erfreulich hingegen ist der überraschend groß ausgefallene Auftritt von Scott Adkins, der auch ein paar Mal zulangen darf.
          Unterhaltsam ja, aber nach vielen starken Marvel-Filmen zuletzt, ein kleinerer Dämpfer.

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            Man lernt den Doc schön von seiner überheblichen Seite kennen. Auch wenn er arrogant und herablassend ist, sympathisiert man mit ihm, was auch an seinen lockeren Sprüchen liegt. Nachdem dann auch sein Ego bei dem Autounfall lebensgefährlich verletzt wurde und er sein Scheusal raushängen lässt tut mir seine Geliebt in spe irgendwie mehr Leid als er. Wie man später sieht, ist die Gute aber keinen Meter nachtragend. Wo er mit der Ältesten Tee trinkt und seine erste magische Erfahrung macht, habe ich mich gefragt, ob die Macher was schlechtes geraucht hatten. Das war mir dann doch alles zu bunt und schräg. CGI ok aber muss das so albern sein...auch Dormammu am Ende kam nicht finster und böse rüber durch das wilden Farbspektakel. Wong in der Bibliothek hat mir gut gefallen und auch der Anzug war amüsant. Tilda Swinto ist eh mega. Die 130 min. haben sich nicht so lang angefühlt. Im Großen und Ganzen war der Film gut und hatte seine Momente, hat mich aber nicht umgehauen und eine Fortsetzung brauche ich auch nicht.

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            • 8 .5

              Doctor Strange ist wieder der typische Marvel-Film: Unterhaltsam, witzig, actionreich. Im Vergleich mit den anderen Filmen der Reihe hat man hier aber noch mehr zu bieten, nämlich herausragende Darsteller und optische Spielereien, die ich in dieser Form noch nie gesehen habe. Was „Doctor Strange“ dann aber doch noch etwas herabstuft, ist der wieder mal langweilige Bösewicht, was aber nichts daran ändert, dass es sich hier um einen der sehenswertesten Blockbuster des Jahres handelt.

              • 6 .5

                "Inception" in Comicaction und besser. Besser weil hier das Phantasiegebilde keinen Anspruch erhebt, ernst genommen zu werden. Dazu noch ein bisschen Humor, dann geht jeder Astral-Quatsch durch.
                Neben nerviger Filmmusik und ganz guten Schauspielern gibt es quitschbunt spiegelnde Halluzinogen-Bilder. Das ist anders als bei den üblichen Comicfiguren. Anders ist auch das Ende: Finale ja, aber wohltuend ohne Herzschmerzschmalz.

                • 5

                  Visuell natürlich wirklich sehr schön anzusehen, Cumberbatch spielt auch wie gewohnt seine Sache sehr gut, dass war es dann aber auch schon.
                  Warum sich da dauernt Gebäude und ganze Städte winden müssen ist mir immer noch ein Rätsel, das fand ich dann doch irgendwann nervig und recht anstrengend.

                  Und verdammt nochmal warum bekommen die nie einen guten Bösewicht hin. Hier wurde Mikkelsen mehr als verschwendet.

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                  • 2

                    Was für eine Verschwendung von Ressourcen, Schauspielern, Special Effects und Geld.

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                      Mein Senf 16.03.2017, 11:01 Geändert 16.03.2017, 12:26

                      Doctor Strange ist ein sehr zwiespältiger Bastard und gleichzeitig der berauschendeste Placeboeffekt des jüngeren us-Mainstreamkinos.

                      Einerseits beschreitet er hinsichtlich der Actionchoreographie und des Looks tatsächlich neue Wege (zumindest im MCU, denn tatsächlich erinnert das Ganze oftmals doch sehr an Inception), zum Komplettpaket gehören aber auch die mittlerweile ausgetrampelte Origin-Story-Pfade, der obligatorische blasse Bösewicht und andere kleinere Abnutzungserscheinung, die sich mittlerweile bei den Kevin-Feige-Produktionen eingeschlichen haben. Kurzum: Die versprochene Revolution ist Doctor Strange ganz und gar nicht, Doctor Strange bleibt eher der konservativen Medizin verhaftet, alternative Heilmethoden werden nur in homöopathischen Dosen verabreicht.

                      Viele Elemente wirken am Ende dann etwas zu bekannt: So ist der Charakter Stephen Strange im Grunde kaum mehr als eine Variation von Tony Stark und auch die Dynamiken einzelner Figuren untereinader hat man so oder so ähnlich schon mehrmals gesehen. Zudem stören kleinere Pacingprobleme, wenn beispielsweise die Heldengenese nach einer recht gemütlichen Exposition mit einem Schlag derart Tempo aufnimmt, dass man als Zuschauer kaum Zeit hat, sich auf den kaleidoskopartigen Bilderreigen einzulassen. Die Optik ist natürlich grandios verspielt, kann aber eine gewisse Selbstzweckhaftigkeit nicht ganz verleugnen

                      All das ist wie bei fast jeder Marvel-Verfilmung Meckern auf hohem Niveau, denn unterm Strich lohnt sich ein Termin beim Doctor. Sämtlicher Pathos und besonders grober Unfug werden mit dem patentierten Marvelhumor zuverlässig konterkariert, wobei der Film sich und seine Helden jederzeit ernst nimmt. Tilda Swinton hinterlässt als verschmitzte und keineswegs übermächtige Mentorin den vielleicht größten Eindruck und die gut geölte Storymaschine garantiert zwei Stunden temporeiches Popcorn-Therapie.

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                        cycloo77 16.03.2017, 03:44 Geändert 16.03.2017, 03:57

                        Herausragende Marvel Verfilmung, die Visuell in neue Sphären eintaucht.
                        Bei diesem Effektgewitter würde selbst Christopher Nolan in Inception noch vor Neid erblassen.
                        Aber was diesen Film von vielen anderen Marvel CGI Monstern unterscheidet ist, das es eigentlich keinen Stereotypen großspurigen Superhelden, der vor Coolnes kaum laufen kann gibt. Sondern hier menschelt es sehr und der Held wächst in seinen Status zusehends hinein.
                        Benedict Cumberbatch & Mads Mikkelsen in einem Film, das allein ist bereits Abendfüllend, aber auch der Rest der außergewöhnlichen Cast ist Spitzenklasse.
                        Doctor Strange ist Popcorn Kino vom allerfeinsten, beste Unterhaltung, versüßt mit einer großen Priese Humor und jeder Menge Power.
                        Kurzweiliges Marvel Filmjuwel!

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                          Marvel Cinematic Universe

                          Phase Eins: Avengers Assembled
                          Iron Man (8/10)
                          The Incredible Hulk (5/10)
                          Iron Man 2 (6,5/10)
                          Thor (6/10)
                          Captain America: The First Avenger (5/10)
                          Marvel’s The Avengers (8,5/10)

                          Phase Zwei:
                          Iron Man 3 (5,5/10)
                          Thor: The Dark World (5/10)
                          Captain America: The Winter Soldier (8/10)
                          Guardians oft he Galaxy (7/10)
                          Avengers: Age of Ultron (6,5/10)
                          Ant-Man (5,5/10)

                          Phase Drei:
                          Captain America: Civil War (8/10)
                          Doctor Strange (5/10)

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                            Hammergeil.....vllt. sogar der beste Marvelfilm bis dato. Hat mich voll aus den Socken gehauen. Der hätte auch gerne 5 Stunden gehen können. Was ein geiles Ding.

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                              Na, wer hat denn hier einen fetten Psycho-Drops zuviel gelutscht? Mit "Doctor Strange" wird der Marvel-Kosmos nochmals einen ganzen Tick abgedrehter. Ein ganzes Multiversum an neuen Schauplätzen und Bedrohungen. Kampf-Szenen in der "Inception"-Endlos-Schleife und ein Repertoire an coolem Magie- und Spiritisten-Techniken, die ödes Gekloppe mächtig aufpeppen.

                              Allerdings ist "Doctor Strange" auch nicht unbedingt die, insgeheim irgenwie, erhoffte Abkehr von der bewährten Marvel-Formel. Oder Routine, wem es beliebt. Noch bietet der jüngste Neuzugang im Helden-Kader eine allzu überfordernde Attacke auf die Netzhaut und das restliche Nerven-System. So ein Superhelden-Vehikel will ja unterhalten und uns, leider nicht, als sabernde Lappen vor dem Bildschirm zurücklassen, nachdem es uns den Rest von Verstand abgezogen hat.

                              Tja, leider halt. Doch das war irgendwie zu erwarten. Wie auch das relativ überschaubare Maß des Story-Tellings, das nicht zu sehr mit Informations-Overkill aufwartet. Und einmal mehr den Kniff anwendet, uns eine Mär vom brillanten wie überheblichen Arschloch anzubieten, das nach tiefem Fall, Verantwortung und Bedeutung von Superkräften gelehrt bekommt.

                              Klingt irgendwie nach "Iron Man"? So wirkt es auch. Mit dem feinen Unterschied, dass Tony Stark im arroganten Über-Chirurgie-Genius Stephen Strange einen echten Nebenbuhler gefunden hat. Jedenfalls so, wie ihn Benedict Cumberbatch in einer Eins-A-Besetzungs-Wahl so trefflich lebendig werden lässt: ein selbsternanntes Gottes-Geschenk an die Medizin, das wohl selbst glaubt, übers Wasser gehen zu können. Bis das Schicksal Stranges Leben in eine neue, und extrem strange (;-)) Richtung lenkt.

                              Vom Super-Doktor zum Meister der Magie. Und schließlich zum neuen Welten-Retter, der uns Normal-Sterbliche mit Portalen in Spiegel-Dimensionen, mit Astral-Projektionen und was sonst noch vor der Vernichtung bewahrt. Aber, vor allem wegen Cumberbatchs herrlich ausgelassener Herangehensweise, wird "Doctor Strange" zu einem amüsanten Zwei-Stunden-Ritt. Mit einem Helden, der seine neu erworbene Demut immer wieder mit der alten spitzen Zunge karikiert. Und der so bestens ins bestehende Marvel-Verse passt.

                              So sind es letztlich nicht unbedingt all die magischen Spielereien, die Böswichte (ob Mads Mikkelsen oder so ein Kosmos-Gesicht) oder wiederum bahnbrechende Effekte, die sich bei "Doctor Strange" in die Festplatte einbrennen. Es ist sehr oft der erfrischende Humor, mit den all die, von Tilda Swinton bereits im Trailer beschworenen, "Möglichkeiten" dieses Dimensions-Spektakels aufgelockert werden. Seien es Gags wie der trockene Bibliothekar Wong, ein paar skurrile Dialoge und immer wieder dieser Stephen Strange, der sich trotzdem eine Bemerkung nicht verkneifen kann.

                              All das ist es, was die teils schon psychedelischen Bilderwelten nicht zur bloßen Kraft-Protzerei verkommen lässt. Und auch wenn wir vieles – der überhebliche Held, die überirdische Bedrohung oder die liebe(nde) Frau (hier Rachel McAdams) als emotionaler Rettungs-Anker – irgendwie schon in anderen Konstellationen erlebt haben. "Doctor Strange" ist ein vorrangig leicht ironisches, wie auch wuchtiges Stück Helden-Kino.

                              Eine ebenso nicht zu unterschätzende Leistung, da der gute Doktor auch zu den komplexeren Marvel-Erscheinungen gehört. Und bei der auch durchaus einiges hätte schiefgehen können. Wie ein weitaus langweiliger Film. Deshalb gilt auch hier wiederum der bewährte Marvel-Entertainment-Bonus. Auch wenn es bereits erste Abnutzungs-Erscheinungen geben mag.

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                                Ich fand den Film doch sehr ernüchternd und bin mit ihm nicht so richtig warm geworden. Visuell hat er einige starke Ideen und Momente vorzuweisen und zwei, drei Szenen haben mich verblüfft, aber irgendwie wurde ich bis zum Schluss nicht das Gefühl los, dass der Film nur Effekthascherei ist. Doch erstmal zum Positiven. Benedict Cumberbatch als Doctor Strange zeigt uns zwar keine völlig neue Charakter-Facette (es ist größtenteils der Tony Stark/Sherlock-Verschnitt), macht seine Sache aber dennoch gewohnt gut. Tilda Swinton als "Die Älteste" fand ich sehr überzeugend - die Frau hat einfach eine starke Ausstrahlung! Auch die Action-Szenen waren unterhaltsam und durch die Raum/Zeit-Spielereien gab es einige nette Auseinandersetzungen. Weiterhin punktet der Film durch ein gelungenes Pacing und eine sich frisch anfühlende audiovisuelle Präsentation.

                                Leider kommen nun die Kritikpunkte aber nicht zu kurz. Doctor Strange versucht zwar durch die ausufernde visuelle Darbietung das typische Marvel-Schema aufzubrechen, scheitert aber letztlich an der Gesamtkonstruktion des Films. In allen anderen Aspekten ist es nämlich ein Marvel-Film nach Schema F. Die Nebencharaktere wie Christine Palmer (Rachel McAdams) oder Meister Mordo (Chiwetel Ejiofor) bleiben die ganze Zeit über sehr eindimensional und verkommen aufgrund einer fehlenden Charakterzeichnung bzw. -entwicklung zu leeren Hüllen. Auch Mads Mikkelsen verkörpert hier einen Antagonisten, den ich furchtbar langweilig fand. Der Mann hatte im ganzen Film nur einen Gesichtsausdruck und hat sich für mich am Ende wie der absolute Standard-Bösewicht angefühlt. Selbst Dormammu, der Oberbösewicht, war in meinen Augen viel zu bunt und glich eher einem Wesen aus Ghostbusters als einem ernstzunehmenden Gegner. Dazu gesellen sich noch ein paar fragwürdige Momente, die man als kleine Logik-Fehler bezeichnen könnte.

                                Gerade wenn man kürzlich erst Logan gesehen und gemerkt hat, dass Superhelden-Filme durchaus Tiefe und Greifbarkeit bieten können, schaut man Doctor Strange mit anderen Augen. Es ist an sich keine schlechte Comic-Verfilmung, es gibt einige visuell beeindruckende Passagen und Fans der Comic-Vorlage werden sicherlich mehr Freude mit haben, aber mich hat der Film die ganze Zeit über doch recht kalt gelassen, sodass ich ihn am Ende unglaublich belanglos fand. Es ist die typische Marvel-Origin-Story, der Film ist letztlich nach dem bekannten Schema konstruiert und eine emotionale Basis sucht man sowieso vergeblich. Wer also sich nur auf Cumberbatch und die visuellen Effekte freut, wird seinen Spaß mit haben, aber alle anderen, die etwas mehr als nur Oberflächlichkeit erwarten, werden zwei eher unbefriedigende Stunden haben.

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                                  BlueFox 12.03.2017, 22:45 Geändert 13.03.2017, 00:57

                                  Nix Neues im Mainstreamgenre, das seit SPIDER-MAN (2002) Leuten auf die Nüsse geht und andere Leute begeistert. DOCTOR STRANGE kann man allerdings immerhin mit Filmen wie THOR vergleichen - zu teuer aber leicht abweichend. Außerdem ist der Derrickson-Streifen hier vom Drehbuch nett beschrieben worden. Ich würde das Alles als gelungen bezeichnen. Während Tilda Swinton Allen die Show stiehlt und das Bild sich genüsslich in Bidermeier-Abstraktheit suhlt, ist der Plot erschreckend/überraschend elegant in seiner konsequenten Struktur. Ein gut organisierter Wechsel zwischen gekonnt aufgeblasenen Dialogen und inhaltsloser aber unterhaltsamer Action.

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                                  • 6 .5

                                    Bisschen mehr habe ich schon erwartet. Wenn euch Thor, Iron Man, Cap America und der Rest der Truppe gefällt dann sollte euch dieser Film auch nicht enttäuschen.

                                    Große Überraschungen hat er aber nicht parat.

                                    Popcorn Kino.

                                    Ein extra Punkt für die coolen Effekte.

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                                      sengin 12.03.2017, 15:48 Geändert 12.03.2017, 15:50

                                      billiger matrix Abklatsch mit ein hauch Avatar Herr der Elemente/Inceptioneffekte und Marvel-flair. Lediglich waren die Effekte teilweise ganz gut aber das reicht einfach nicht.
                                      Schlechtester Marvel Film, lohnt sich echt nicht anzuschauen.

                                      • 5

                                        Für einen Marvel Film nicht so schlecht, hab mir aber deutlich mehr erwartet.

                                        • 6 .5

                                          Bildgewaltiger Hokuspokus!

                                          Doctor Strange ist eindeutig anders als alle bisherigen Filme des MCU.
                                          Optisch wird was für´s Auge geboten. Hier hat man die große CGI-Keule raus geholt. Der am Anfang des Film sehr selbstverliebte Dr. Stephen Strange wird genau wie dem erwartungsfrohem Publikum nach seinem schweren Autounfall einem Crashkurs in Sachen Magie unterzogen. Hier ist dann wohl persönlicher Geschmack entscheidend ob der Film in seiner Gesamtheit gefällt oder nicht. Die Bedrohung für die Erde durch eine dunkle Macht hätte meiner Meinung nach bedrohlicher und weniger amüsant dargestellt werden müssen. Auch die Verknüpfung zu den Avengers schien mir mehr erzwungen. Als hätte man nicht gewusst wie und wo die Avengers im Film überhaupt erwähnen. Als es geschieht wirkte es auf mich deplatziert.

                                          Fazit: Ist sicher Geschmacksache ob Magie, Multiversen, Spiegelwelten und sonstige Zaubereien außerhalb unserer realen Wahrnehmung gefällt oder nicht. Ich hatte bei Erstsichtung meine Mühe dem teilweise überladenen Effekte-Spektakel zu folgen. Der Doc wollte aus meiner Sicht nicht so recht ins selbe Universum passen wie die Avengers. Gehört er aber und die Zweitsichtung jetzt im Heimkino war doch schon einiges besser und verständlicher.

                                          Rauf von 3,5 auf 6,5 Punkte

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                                          • 6 .5

                                            Der Inception Style im Trailer hatte mich schon leicht angemacht und nachdem ich einige Comics von Dr.Strange gelesen hatte, war ich natürlich gespannt, wie dieser umgesetzt wird.
                                            Der Cast ist toll und die Schauspieler machen durch die Bank weg alles gut.
                                            Zur Story: - Könnte leichte Spoiler enthalten -

                                            Gefallen hatte mir die ausführliche Hinführung zum Doktor - speziell wie dem Zuschauer über sehr lange Zeit seine perfektionistische Ader aufgezeigt wurde.
                                            Nun zum Filmteil den ich wirklich überhaupt nicht nachvollziehen kann und welcher auch bei meinen Kollegen für Stirnrunzeln gesorgt hatte.
                                            Es wurde überhaupt kein Wert darauf gelegt, ausführlich zu zeigen wie er zu seinen Fähigkeiten kommt. Klar kurz Training aber dann in der nächsten Frequenz gleich dem „Super-Schurken“ Paroli bieten? Lächerlich und viel Potenzial verschossen.
                                            Der Rest war ganz schön anzusehen, paar gute Marvel - Gags und ein befriedigendes Ende.
                                            Jedem wird wohl klar sein, wer in Teil 2 der Bösewicht sein wird.
                                            Hätte man vielleicht auch eleganter/überraschender lösen können.

                                            Insgesamt konnte der Film die hohen Erwartungen leider nicht erfüllen und der Punkt mit der geringen Zeit, die verwendet wurde, um aufzuzeigen wie er all die Fähigkeiten erlernt, hat mich so aufgeregt, dass Dr.Strange kaum bis nur schlecht in Erinnerungen bleibt.

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                                            • 4 .5

                                              Na ja.. war jetzt nicht so der Reißer.

                                              • 6 .5

                                                passabel

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                                                • 6
                                                  Knorkritiker 09.03.2017, 21:41 Geändert 09.03.2017, 21:42

                                                  Lasse mich sonst gerne vom Marvel-Popcornkino unterhalten, aber dieser Film konnte mich irgendwie nicht abholen. Der Honest Trailer der Screen Junkies spiegelt meine Gefühle sehr gut wieder: Viele Iron Man Parallelen, wobei Doctor Strange nur halb so cool ist. Die Charaktere hingegen bleiben SEHR blass. Und die Action ist so CGI-getränkt, dass man die ganze Zeit das Gefühl hat, den Personen passiert gar nichts in echt - Empathie kommt also nicht auf. Außerdem - wie schon bei Rogue One - stiehlt ein Nicht-Mensch allen die Show. Der Umhang von Sherlock ruft tatsächlich mehr Gefühle hervor, als der restliche Cast. Mads Mikkelsen wurde hier völlig verpulvert und man nimmt ihn als Antagonist den ganzen Film nicht ernst.
                                                  So, das waren durcheinander die ersten Dinge, die mir eingefallen sind. Wer also keinen großen Fernseher mit 3D Brillen zuhause hat, muss ihn sich nicht zwingend anschauen.

                                                  Wer freut sich noch auf den rated-R Logan? Da geht's sicher ab

                                                  • 9

                                                    Geiler Streifen, in letzter Zeit einer meiner liebsten Marvel's. Kann auch an Benedict Cumberbatch liegen - wer mag den schon nicht?! ;-)
                                                    Geile Effekte, gute Geschichte, mal was anderes als die üblichen Marvel Fressen zu sehen (Thor, Captain America und so weiter und sofort..)

                                                    Hier scheinen irgendwie immer noch ca. 90% der Leute etwas anderes als CGI bei einem Marvel Film zu erwarten. Tja, Pech!

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