Doctor Strange - Kritik

Doctor Strange / AT: Dr. Strange

US · 2016 · Laufzeit 130 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Science Fiction-Film · Kinostart
Du
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    Weiß nicht, warum ich mir davon mehr versprochen hatte. Aber Cumberbatch und Swinton stehen auch nicht nur für Qualitätskino.

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      based_god 14.05.2017, 18:56 Geändert 14.05.2017, 19:00

      Frischer Atem im Marvel-Universum? Leider mitnichten. Die Story um den mässig sympathischen Titel-Anti(?)-Helden ist in ein paar Minuten erzählt. Zugegeben – ein paar Dialog-Zeilen sind ganz witzig. Und das Finale ist tatsächlich mal ein bisschen anders. Ansonsten aber ist der Film überladen und langweilig. Das CGI ist dann der komplette Overkill und ich denke, dass man sich in zwei Jahrzehnten daran zurück erinnert, wie wir auf älteres, trashiges CGI blicken.

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      • 7 .5

        Schade dass ich den nicht im Kino sehen konnte.

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          derblonde 13.05.2017, 09:10 Geändert 13.05.2017, 09:14

          Marvel kanns einfach.

          Der fürs Heimkino erhältliche, neueste Streich überzeugt wieder auf ganzer Linie.

          Auch wenn die Story teilweise an "Batman Begins" und "Inception" erinnert, präsentiert Marvel hier einen arroganten Protagonisten, der unfreiwillig zum "Superhelden" mutiert. Technisch ist das wie immer auf hohem Niveau und Sherlock spielt wie gewohnt klasse.

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            Der Facharzt lernt nach einem schweren Unfall in Tibet die Zauberkunst und hat dann Stress mit der Zaubererkollegenschaft. Erzählt wird dabei die uralte Geschichte des über sich selbst hinauswachsenden und zum Helden heranreifenden Durchschnittsmenschen. Prinzipiell ist es mal schön, dass uns der Mensch hinter dieser Superheldenfigur und seine Motivlage etwas näher gebracht wird, damit man etwas Empathie aufbauen kann und nicht bloß einem CGI-Gewitter ausgesetzt ist, wie es Filme dieser Art gerne tun. Der Herr Cumberbatch macht seine Sache fraglos sehr gut. Trotz einiger ansprechender Momente ist das Ding aber oft schlichtweg recht langweilig.

            Und außerdem frage ich mich, warum diese ganzen Heinis von den Avengers über die Fantastic Four bis zu den X-Men und sonstigen Gestalten sich nicht gegenseitig aushelfen, wenn die sich ja eh kennen und da doch dauernd irgendeine böse Bedrohung daher kommt. Ein Anruf müsste doch reichen.

            Das Festtagsmenü ist "Doctor Strange" also sicher nicht, als Instant Mikrowellenpampe geht es aber durch.

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              Fängt super interessant an, verliert sich aber zum Ende hin immer und immer mehr in übertriebenes Fantasy-zwischen den Dimensionen-Rumgespringe, die das ganze dann doch zu sehr auf die Spitze treiben und extrem unglaubwürdig erscheinen. Warum muss Marvel sich beinahe immer in idiotischen acitongeladenen CGI-Schlachten verlieren, anstatt einfach mal mehr aus seinen Ideen zu machen? Marvel ist doch eine kreative Ideenschmiede wie keine zweite und doch schaffen sie es jedes Mal wieder, ihre Innovationen zu versauen. Möchtegern-tiefgründiger Fantasy-Epos, der sich innen dann doch als relativ hohl darstellt, aber trotzdessen für vergleichsweise hochwertige Unterhaltung sorgt.

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              • 6 .5

                Die Story hat eigentlich gut angefangen, wurde zum Ende hin aber etwas übertrieben und unglaubwürdig, sodass ich sie insgesammt mäßig fand.
                Optisch war der Film jedoch sehr gut. Ich habe den Film leider nicht in 3D gesehen, hätte sich aber auf jeden fall gelohnt.

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                • 9

                  Hi Leute,

                  wahrscheinlich der tiefgründigste Marvel, ever. :)

                  Hier wird wunderbar erklärt, was uns Menschen ausmacht. Wir haben Power ohne Ende.

                  Unsere Seelen sind sehr begehrt, weil wir mit unendlichem Licht ausgestattet sind. Niedere Kreaturen aus den dunklen Ecken des Universums, ernähren sich von unserem Licht.

                  Mein Fazit: The Ancient One love her ♥

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                  • 7 .5
                    Rukus 29.04.2017, 04:00 Geändert 29.04.2017, 04:02

                    Und da war es nur noch einer ... Soviel für Insider des Metaplots der Phasen 1 bis 3. ;)

                    Scarlett Witch bekommt "magische" Verstärkung, und auf deren Zusammenspiel bin ich schon sehr gespannt. Wie wird sich Doctor Strange in die Riege der sonst meist eher physischen Superhelden einfügen? Noch ein Jahr bis zum Infinity War und dann noch ein Jahr zum übernächsten Avengers Abenteuer. *narf*

                    Ein Held wider Willen, der sich in das Schicksal der Welt fügt. Ein Wissenschaftler, der die Magie kennenlernt. Wie bereits angedeutet, ein eher untypischer Superheld, wenn man an die klassische Physis denkt. Andererseits reiht er sich in die Riege der "großen Denker" des MCU ein, beginnend bei Tony Stark, über Bruce Banner bis zu Hank Pym und natürlich Peter Parker.

                    Und die Geschichte? Ein Mensch ohne spezielle Kräfte wird durch ein schicksalsträchtiges Ereignis zum Superhelden. Dazu hat er dann auch noch einen mächtigen Feind zu bezwingen. Das ist nicht wirklich neu, revolutionär oder besonders. Es ist klassisch für das Genre. Daran ist nichts falsch, vor allem, wenn es einen innerne Sinn hat. Und im Falle des MCU im Idealfall auch die große Geschichte des MCU weiter bringt. Genau das trifft auf den visuell beeindruckenden Doctor Strange zu. Die Größe des MCU-Spielplatzes wurde vor allem bei Thor 2 und den Guardians offenbar, und in der dritten Staffel der Agents of S.H.I.E.L.D. weiter angedeutet. Hier wird die Vielseitigkeit noch einmal eindrucksvoll unterstrichen. Und das gilt auch für die besondere Stellung der Erde innerhalb des großen Ganzen. Ob die in besagter Serie angedeutete Bedeutung irgendwann aufgelöst wird, bleibt offen. Aber die Spannung steigt - auch mit diesem Film. Und dankenswerter Weise gibt es bereits im Herbst ein Wiedersehen mit dem großen Zauberer!

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                    • 5

                      sehr gute Effekte aber für mich war der langweilig und der dr. hat genervt und zwar massive. Maske von Mads Mikkelsen war oder ist so was von billig!

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                      • 8

                        Hatte nicht viel erwartet, bin aber positiv überrascht worden. 2 Punkte Abzug für:

                        1. Der Story hätte ein wenig mehr Tiefgang gut getan. Man hätte ruhig über die 2h hinaus gehen können.
                        2. Meist deplatzierte, für Marvel Filme aber typische Marvel-One-Liner um Witz in die Sache zu bringen.

                        Und wie immer bei Marvel: nach dem Abspann sitzen bleiben, bis zum Schluss !

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                        • 7 .5

                          Obwohl ich kein großer Marvel / Superhelden - Fan bin, hab ich mich gut unterhalten gefühlt! Prädikat: Kann man machen.

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                          • 8 .5

                            Mal ganz vorne weg: Ich habe schon lange kein so massives CGI Gewitter mehr gesehen... sehr nice!
                            Dann fand ich die Thematik sehr interessant, gerade weil ich mich für so etwas sehr interessiere, auch wenn manches etwas sehr weit hergeholt auf mich gewirkt hat.
                            Ansonsten hat auch hier wieder alles gestimmt: Die Sory war interessant aber nicht zu stumpfsinnig und es wurde wieder vieles an den richtigen stellen mit passendem Humor aufgelockert ;-)
                            Fazit: Für mich wieder ein starker Marvel Teil nach dem verhältnismäßig schwächeren "Civil War"!

                            • 7

                              Ob es Marvel jemals hinbekommt so etwas wie Spannung oder einen Antagonisten aufzubauen? Ist ja erschreckend wie man Mads Mikkelsen so verheizen kann.

                              Naja, immerhin waren die Effekte ganz geil.

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                                J.F.Lannister 30.03.2017, 01:28 Geändert 30.03.2017, 11:26

                                Wie zuletzt bei "After Earth" frage ich mich hier erneut, was dieser Film überhaupt will oder soll. 110 Minuten dauert "Doctor Strange" und es geschieht überhaupt nichts Relevantes oder Atmosphärisches, außer dass der Film seine hervorragenden CGI-Effekte spazieren fährt. "After Earth" war zwischenzeitlich wenigstens spannend!

                                Immerhin kann man hier ein lustiges Ratespiel spielen und sich fragen, aus wie vielen Filmen "Doctor Strange" inhaltlich und stilistisch zusammengeschustert wurde. "Batman Begins", "Iron Man", "Inception", "The Matrix", Arztcomedy à la "Scrubs", "Interstellar", "Ant-Man" und die psychedelische Farbsequenz aus "2001". Nur dass diese Sequenz absolut nicht psychedelisch wirkt, sondern geradezu hyperaktiv ausfällt. Den Dormammu-Kaecilius-Plot mit dem ewigen Leben konnte ich nicht so recht zuordnen. Aktuell bin ich da bei "Star Wars", aber eigentlich erinnert mich dies an eine andere Geschichte. Mir möchte nur nicht einfallen, welche Geschichte ich da meine...

                                Für verwerflich halte ich so eine Zusammenschusterung übrigens nicht, nur sollte der entsprechende Film dann auch Eigenleben besitzen. Warum man mit Dormammu bereits den nächsten großen Schurken ankündigt, habe ich nicht verstanden. Thanos hat sich noch nicht mal von seinem Thron erhoben und schon steht bereits ein neuer Weltenzerstörer auf der Schwelle. "Der Nächste! Zur Weltenzerstörung? Durch die Tür hinaus, zur linken Reihe und jeder nur eine Welt." Was soll das? Und warum verbünden sich Thanos und Dormammu eigentlich nicht?

                                Symptomatisch für den Humor im Film sind jene Szenen, in denen Strange Witze erzählt und Wong nicht lacht. 95% der Witze in "Doctor Strange" sind vollkommen unlustig, ich glaube, das ist der schlechteste Humor, den ich je in einem MCU-Film gesehen habe!

                                Analog dazu der Soundtrack. Früher war ich großer Fan von Michael Giacchino, aber in letzter Zeit haut er echt viele Gurken raus. In "Jurassic World" überzeugte wenigstens die Main Theme, "Rogue One" war eine musikalische Katastrophe und auch dieser Soundtrack hier ist absolut nichtssagend und plätschert vor sich hin. Ich habe den jetzt schon wieder vergessen.

                                Ansonsten ist es schon erstaunlich, wie man so einen großartigen Cast ins Nichts verpuffen lassen kann. Benedict Cumberbatch lebt größtenteils von seiner Sherlock-Performance, Tilda Swinton und Chiwetel Ejiofor (der in keinster Weise aussieht wie Chadwick Boseman!) können hier gar nichts, Mads Mikkelson taugt höchstens als Clown auf einem Kindergeburtstag. Rachel McAdams mochte ich und auch Benedict Wong fand ich cool, das liegt aber ähnlich wie bei Cumberbatch an einer früheren Rolle (hier: als Bruce Ng in "The Martian") und weil er die Witze wie gesagt ebenso unlustig fand wie ich selbst.

                                Fazit: Viel Schnarch mit geilen Effekten.
                                Für mich momentan der schwächste aller MCU-Filme.

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                                • 5

                                  Hmm...naja...also...Ich finde es echt schwer den Film zu bewerten. Ich wollte den Film anfangs nicht wirklich sehen weil ich den Trailer schon nicht besonders ansprechend fand. Der Film hatte aber so gute Kritiken, dass wir ihn uns doch angesehen haben. Die Rolle des Doctor Strange war für ein Talent wie Cumberbatch kein Problem und ich finde nicht, dass er ein Abklatsch von Tony Stark war, auch wenn er ihm vom Charakter her ähnelt. Vor allem dar Tony Stark seinem Charakter treu bleibt, während Strange zuerst das größte Arschloch ist und im Laufe des Filmes zu jemanden wird, der seine ganze Zeit und Energie in die Rettung von Menschen und der Bewahrung des Guten steckt, obwohl er mit der Magie alles mögliche machen könnte. Von Mads Mikkelsen hätte ich mir mehr erwartet. Generell war der Bösewicht in der Story ziemlich uninteressant. Mit seiner glatzköpfigen Mentorin konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Weiß nicht genau warum, ich fand sie einfach doof. Auch die Sache mit der Magie war für mich nicht gut dargestellt. Strange war eine ganz normale Person (halt mit einem fotografischen Gedächtnis), erfährt dass es Magie wirklich gibt und plötzlich hat er auch magische Kräfte. So von heute auf morgen. Dann jagen sie durch ein paar der berühmtesten Städte der Welt, die sich jedes Mal ohne Grund in alle Richtungen drehen. Alles in allem ziemlich unspektakulär. Wenn nicht gerade dieser Marvel-Hype grassieren würde und man nicht so viele berühmte Schauspieler reingepackt hätte, glaube ich dass den Film fast niemand schauen würde.

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                                    chrsthl 27.03.2017, 08:09 Geändert 27.03.2017, 08:11

                                    Bewertung 1000.
                                    Und es geht um den nächsten Film aus dem Hause Marvel. Uns erwartet die typische Origin-Story, wie wir sie schon so oft gesehen haben und noch so oft sehen werden, bis es halt keine Helden mehr gibt. Die Auswahl der Darsteller ist echt super, allerdings fand ich die Figuren im Film eher farblos. Die Bilder und CGI-Effekte waren wirklich grandios und haben Spaß gemacht. Insgesamt ist Dr. Strange eine solide Origin-Story, mehr aber auch nicht. Ich bin gespannt wir der Doctor in das weitere Universum eingebaut wird.

                                    • 6

                                      Eher belanglose Origin-Story aus dem MCU. Zwar überzeugt die Optik des Filmes, doch weder Doctor Strange noch die lancierte Geschichte mögen so richtig begeistern und bieten eher aufgewärmte Kost, die ein bisschen "Iron Man" hier und etwas Magic da zu konglomerieren versucht. Zwar macht der Film neugierig, inwiefern die magische Komponente zukünftig bei den Avengers eingebracht wird, doch ist der Film für sich betrachtet eher vernachlässigbar und birgt kaum Konsequenzen für die Helden des MCU.
                                      Eine große Enttäuschung auf der Darstellerseite ist zudem Mads Mikkelsen, der völlig untergeht. Auch McAdams und Benamin Bratt bleiben farblos. Erfreulich hingegen ist der überraschend groß ausgefallene Auftritt von Scott Adkins, der auch ein paar Mal zulangen darf.
                                      Unterhaltsam ja, aber nach vielen starken Marvel-Filmen zuletzt, ein kleinerer Dämpfer.

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                                      • 6

                                        Man lernt den Doc schön von seiner überheblichen Seite kennen. Auch wenn er arrogant und herablassend ist, sympathisiert man mit ihm, was auch an seinen lockeren Sprüchen liegt. Nachdem dann auch sein Ego bei dem Autounfall lebensgefährlich verletzt wurde und er sein Scheusal raushängen lässt tut mir seine Geliebt in spe irgendwie mehr Leid als er. Wie man später sieht, ist die Gute aber keinen Meter nachtragend. Wo er mit der Ältesten Tee trinkt und seine erste magische Erfahrung macht, habe ich mich gefragt, ob die Macher was schlechtes geraucht hatten. Das war mir dann doch alles zu bunt und schräg. CGI ok aber muss das so albern sein...auch Dormammu am Ende kam nicht finster und böse rüber durch das wilden Farbspektakel. Wong in der Bibliothek hat mir gut gefallen und auch der Anzug war amüsant. Tilda Swinto ist eh mega. Die 130 min. haben sich nicht so lang angefühlt. Im Großen und Ganzen war der Film gut und hatte seine Momente, hat mich aber nicht umgehauen und eine Fortsetzung brauche ich auch nicht.

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                                        • 8 .5

                                          Doctor Strange ist wieder der typische Marvel-Film: Unterhaltsam, witzig, actionreich. Im Vergleich mit den anderen Filmen der Reihe hat man hier aber noch mehr zu bieten, nämlich herausragende Darsteller und optische Spielereien, die ich in dieser Form noch nie gesehen habe. Was „Doctor Strange“ dann aber doch noch etwas herabstuft, ist der wieder mal langweilige Bösewicht, was aber nichts daran ändert, dass es sich hier um einen der sehenswertesten Blockbuster des Jahres handelt.

                                          • 6 .5

                                            "Inception" in Comicaction und besser. Besser weil hier das Phantasiegebilde keinen Anspruch erhebt, ernst genommen zu werden. Dazu noch ein bisschen Humor, dann geht jeder Astral-Quatsch durch.
                                            Neben nerviger Filmmusik und ganz guten Schauspielern gibt es quitschbunt spiegelnde Halluzinogen-Bilder. Das ist anders als bei den üblichen Comicfiguren. Anders ist auch das Ende: Finale ja, aber wohltuend ohne Herzschmerzschmalz.

                                            • 5

                                              Visuell natürlich wirklich sehr schön anzusehen, Cumberbatch spielt auch wie gewohnt seine Sache sehr gut, dass war es dann aber auch schon.
                                              Warum sich da dauernt Gebäude und ganze Städte winden müssen ist mir immer noch ein Rätsel, das fand ich dann doch irgendwann nervig und recht anstrengend.

                                              Und verdammt nochmal warum bekommen die nie einen guten Bösewicht hin. Hier wurde Mikkelsen mehr als verschwendet.

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                                              • 2

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                                                  Mein Senf 16.03.2017, 11:01 Geändert 16.03.2017, 12:26

                                                  Doctor Strange ist ein sehr zwiespältiger Bastard und gleichzeitig der berauschendeste Placeboeffekt des jüngeren us-Mainstreamkinos.

                                                  Einerseits beschreitet er hinsichtlich der Actionchoreographie und des Looks tatsächlich neue Wege (zumindest im MCU, denn tatsächlich erinnert das Ganze oftmals doch sehr an Inception), zum Komplettpaket gehören aber auch die mittlerweile ausgetrampelte Origin-Story-Pfade, der obligatorische blasse Bösewicht und andere kleinere Abnutzungserscheinung, die sich mittlerweile bei den Kevin-Feige-Produktionen eingeschlichen haben. Kurzum: Die versprochene Revolution ist Doctor Strange ganz und gar nicht, Doctor Strange bleibt eher der konservativen Medizin verhaftet, alternative Heilmethoden werden nur in homöopathischen Dosen verabreicht.

                                                  Viele Elemente wirken am Ende dann etwas zu bekannt: So ist der Charakter Stephen Strange im Grunde kaum mehr als eine Variation von Tony Stark und auch die Dynamiken einzelner Figuren untereinader hat man so oder so ähnlich schon mehrmals gesehen. Zudem stören kleinere Pacingprobleme, wenn beispielsweise die Heldengenese nach einer recht gemütlichen Exposition mit einem Schlag derart Tempo aufnimmt, dass man als Zuschauer kaum Zeit hat, sich auf den kaleidoskopartigen Bilderreigen einzulassen. Die Optik ist natürlich grandios verspielt, kann aber eine gewisse Selbstzweckhaftigkeit nicht ganz verleugnen

                                                  All das ist wie bei fast jeder Marvel-Verfilmung Meckern auf hohem Niveau, denn unterm Strich lohnt sich ein Termin beim Doctor. Sämtlicher Pathos und besonders grober Unfug werden mit dem patentierten Marvelhumor zuverlässig konterkariert, wobei der Film sich und seine Helden jederzeit ernst nimmt. Tilda Swinton hinterlässt als verschmitzte und keineswegs übermächtige Mentorin den vielleicht größten Eindruck und die gut geölte Storymaschine garantiert zwei Stunden temporeiches Popcorn-Therapie.

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                                                    cycloo77 16.03.2017, 03:44 Geändert 16.03.2017, 03:57

                                                    Herausragende Marvel Verfilmung, die Visuell in neue Sphären eintaucht.
                                                    Bei diesem Effektgewitter würde selbst Christopher Nolan in Inception noch vor Neid erblassen.
                                                    Aber was diesen Film von vielen anderen Marvel CGI Monstern unterscheidet ist, das es eigentlich keinen Stereotypen großspurigen Superhelden, der vor Coolnes kaum laufen kann gibt. Sondern hier menschelt es sehr und der Held wächst in seinen Status zusehends hinein.
                                                    Benedict Cumberbatch & Mads Mikkelsen in einem Film, das allein ist bereits Abendfüllend, aber auch der Rest der außergewöhnlichen Cast ist Spitzenklasse.
                                                    Doctor Strange ist Popcorn Kino vom allerfeinsten, beste Unterhaltung, versüßt mit einer großen Priese Humor und jeder Menge Power.
                                                    Kurzweiliges Marvel Filmjuwel!

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