Die Schöne und das Biest - Kritik

Beauty and the Beast

US · 2017 · Laufzeit 129 Minuten · FSK 6 · Fantasyfilm, Drama, Abenteuerfilm, Musikfilm · Kinostart
Du
  • 6

    Da wird der Prinz verflucht, weil er nur hübsche Menschen in sein Schloß läßt, und wie es Disney so haben will, erfährt er Rettung natürlich von einer Gutaussehenden. Naja, Disney halt.
    Die Effekte sind aber ganz in Ordnung.

    • 7 .5

      Gefällt mir persönlich einen kleinen Tick besser als das Original. Um das aus dem Weg zu schaffen, natürlich sehen die CGI-Schlossbewohner kacke aus (und zeigen auch die Absurdität der Prämisse), das Biest finde ich noch in Ordnung, auch wenn Dan Stevens' Schauspieltalent da etwas verschwendet ist. Emma Watson finde ich passt genau in diese Rolle und hat der Figur einen noch feministischeren Twist gegeben. Singen kann sie auch ganz hübsch und all die bekannten Songs kann man sich hier ganz gut anhören; die neue Version von dem Main Theme von John Legend und Ariana Grande gefällt mir ganz gut. Kulissen- und kostümtechnisch fand ich den Film ziemlich beeindruckend und auch die anderen Schauspieler und Sprecher waren ganz gut.
      Insgesamt ein meiner Meinung nach gelungenes Remake, das man zwar nicht unbedingt gebraucht hat, aber, wie ich finde, etwas kurzweiliger und ansprechender als das Original ist.

      • 7
        fr_sonderbar 15.06.2017, 15:56 Geändert 15.06.2017, 15:56

        ^^ bis auf das gesinge :D aber da das die meisten ja mögen seh ich da mal drüber hin weg. ich steh halt auf das biest und die sprechenden möbel :D

        • 5

          Najaa als Disney Fan sollte man ihn sich schon anschauen aber umhauen wird er einen nicht. Emma Watson hat mich nicht wirklich überzeugt und die Lieder waren mir dann doch zu schrill.

          • 3

            Die Portierung vom Zeichentrick- zum Realfilm ist zweifellos gelungen, aber auch hier kann weder Emma Watson noch die teils grandiosen CGI über die schon im Original echt dünne Story hinwegtäuschen.

            Ohne die Gesangseinlagen wäre das Ding in ner Dreiviertelstunde ohne nennenswerte Verluste erzählt.

            Ganz nett, aber auch nicht mehr.

            • 4

              Stellenweise recht langatmig, aber die Umsetzung von Zeichentrick zu Realfilm gelungen.
              Leider mochte ich den Zeichentrick schon nicht besonders, demnach hat der Film mich hier auch nicht überzeugt...

              • 6 .5

                Zur Grundgeschichte: Das hier ist nicht grad mein Lieblings-Disney-Zeichentrick gewesen. Um so weniger habe ich den Oscar für die Filmmusik verstanden, da fand ich zum Beispiel König der Löwen sehr viel besser.

                Dennoch habe ich mich an die durchaus gelungene Realverfilmung gewagt und bei der Gelegenheit auch das Orginal erneut gesehen.

                Wie das bei Neuauflagen - von sehr schlechten abgesehen - üblich ist gibt es Verbesserungen und verschlechterungen.

                SPOILER:
                besser finde ich zum Beispiel:

                - Der Vater dringt nicht nur ein, sondern versucht, etwas zu stehlen
                - Das "Komm ans licht" bei der ersten Begegnung ergibt mehr sinn, da an im Trick das Gesicht schon zuvor gut sieht.

                schlecht finde ich zum Beispiel die Idee, das Schloss in eine Immer-Winter-Zone zu verlegen.

                Entscheidend finde ich die Inszenierung der Figuren, besonders der verwunschenen Gegenstände. Im Realfilm sind die sehr langweilig und einfallslos - Eigentlich nur gesichter auf gegenständen. Im Zeichentrick drückt sich die Persönlichkeit viel stärker im Erscheinungsbild und Gestik aus. Auch das Biest wirkt buckelig ohne ausgeprägten aufrechten ganz authentischer auf mich.

                Die Vorgeschichte als Mosaik gefällt mir auch besser als "normal" inszeniert und den "Adeligen Stil" in der Realfassung mit viel Puder und roten Wangen finde ich übertrieben.

                Die Spielzeit wurde ohne mir erkennbaren Grund um gut eine halbe Stunde gestreckt, wobei auch die längere Realverfilmung keine starken Längen hat.

                • 6

                  Disney macht sich weiter bequem in ihrer kreativen Komfortzone mit eng getakteten Sequels und Remakes. Warum sich auch in neues, ungewisses Terrain begeben, wenn man sich am eigenen Filmkatalog nochmals bedienen kann? Aus klassischem Zeichentrick (hier mehr oder weniger) wird moderne Realverfilmung. Die Rechnung geht bisher auf. Und so verwundert es nicht, dass es nach 25 Jahren auch ein Wiedersehen mit der selbstbewussten Belle, ihrem schrullig-liebenswerten Vater, dem fies-eitlen Verehrer Gaston, der manipulierbaren Dorfgemeinde, dem furchteinflößenden Schlossanwesen, deren seltsam-verfluchten Bewohnern und dem eigenbrötlerischen Biest gibt. Bill Condon hat die Leitplanken der Vorlage stets im Blick und serviert viele altbekannte Momente neu, garniert mit ein paar neuen Szenen.

                  Warum die relativ einfache Märchenhandlung nun auf über zwei Stunden gestreckt werden muss, bleibt dennoch das Geheimnis der Macher. Dementsprechend wechselhaft ist das Pacing von "Die Schöne und das Biest" und das liegt nicht an den netten Musicalnummern. Gespielt wird zwar ordentlich, nur bleibt insgesamt viel Dekor, aber wenig Glanz. Zu klinisch und makellos wirkt das Geschehen, bei der man sich zumeist einzig an der wirklich tollen Ausstattung und dem Anhören der bekannten Lieder ergötzen möchte. Emotional wurde ich diesmal nicht gepackt, da die Chemie zwischen Belle und Biest trotz aller Ausschmückung nur eine Behauptung bleibt. Allerdings könnte es auch nur an der zeitgeistkompatiblen CGI-Ummantelung des guten Dan Stevens liegen. Das Schöne (Emma Watson) ist natürlich, das Hässliche kommt aus dem Computer. Wenn auch unbeabsichtigt eine nette Analogie auf viele Auswüchse der heutigen Kinolandschaft.

                  8
                  • 5 .5

                    Wie schon "Das Dschungelbuch" konnte auch diese Live Action Verfilmung mich nicht überzeugen. Beim Dschungelbuch wurde die Geschichte zumindest etwas verändert (wenn auch nicht gut), hier habe ich "gefühlt" eine 1 zu 1 Kopie gesehen. Auch wurde mir zuviel gesungen, was ich aber nicht wirklich als negativ Punkt bewerten möchte, da mir das hätte klar sein dürfen.

                    Also nicht neues, mitgefiebert habe ich auch nicht und den Kassenerfolg kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich wurde alles solide gemacht weßhalb ich keine schlechtere Bewertung abgeben möchte.

                    • 5 .5

                      Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum dieser Film an den Kinokassen so eingeschlagen hat. Man kann es drehen wie man will, die Animationen sind das Beste an dem Film. Und das ist für 2017 echt schwach...

                      • 5

                        Joa, irgendwie mochte ich den ersten Trailer viel lieber. Da wurde weniger Gesungen. Klar, ich wusste worauf ich mich eingelassen hatte als ich meiner Frau zusagte den Film zu schauen.
                        Am besten getroffen war der Hund als Fußlehne.
                        Emma Watson und der Rest legen alle gute Leistungen ab.
                        Trotzdem mag ich den Zeichentrick lieber...

                        • 10

                          https://www.youtube.com/watch?v=uxd3edLeGEI

                          Sonne, Blumen, Vögel, Kinder, Blütenstaub, klarer blauer Himmel, summende Bienen, Gänseblümchen, Schatten, Duft von Sonnencreme

                          - Eine kleine Geschichte über die Fantasie –

                          In einem nicht weit entfernten Park hier in Dortmund, legte ich mich voller Vorfreude auf den heißen Sommer mit meiner Schwester und einer großen Decke auf eine unendliche Wiese, voller Gänseblümchen und dem Geruch von gemähtem Rasen. Ein Geruch voll Schönheit.
                          Ein unbändiger Wille verfolgte mich an diesem Tage. Ich wollte jene schönen Gefühle in einem Text festhalten, den ich so sehr lieben kann, wie jeder, der ihn liest. Etwas passendes und etwas, dass vor Inspiration sprießt, wie der Anblick einer roten Rose. Etwas, dass niemals wirklich dem Film dahinter würdig erscheint, es aber trotzdem versuchen möchte. So bot mir meine Schwester ein faires Spiel an. Sie gab mir 10 Worte und erwartete eine Kurzgeschichte. Ich schrieb ihr eine kleine Geschichte über die Fantasie.

                          Es war einmal,
                          mal hier, dann da

                          Ein Junge, der an einem Ort voller Vögel, Blumen, und Kindern ein kleines Abenteuer, eine Reise in die Erkenntnis selbst, eine Reise in die Wahrheit erleben wollte. Die Sonne hatte ein breites Grinsen inne, an jenem Tag. Die Vögel zwitscherten und die Gänseblümchen waren bunt, ganz wie er sie sich in seiner Fantasie vorstellte. Es war so, als ob er sich einfach eine Brille aufsetzt und sieht, was seine Vorstellungskraft im zeigen möchte. Was er wollte und was er brauchte. Er beobachtete den klaren blauen Himmel, der für ihn wie ein Ozean, ein Gemälde, ein nie endender Ozean aus hellem Licht aussah. Über die Wiesen flogen summende Bienen, die im Sommer ihren Blütenstaub wie Butter auf ihre Blumen verteilen und dazu noch den leckersten Honig erschufen, den der Junge je geschmeckt hatte. Es war so, als könnte er sie einfach nett nach einer Portion Honig fragen.

                          Der Duft von Sonnencreme verteilte sich auf der ganzen Wiese. Als er umherschaute, wo all diese sommerlichen Gerüche herkamen, schaute er auf ein von Gras befreiten Fleck auf der Wiese. Ein rundes Fleckchen ohne einen grünen Halm. Er verlor sich darin, denn der Fleck passte nicht zum Rest der Wiese. Beim genauen Betrachten erkannte er Rillen in dem Fleckchen. Er verlor sich darin, als sie plötzlich groß vor ihm standen, unendlich wurden und fand sich auf einem Platz ohne Gras wieder. Er reiste durch die kleine Öffnung auf der Wiese, die nicht zum Rest der Wiese passte. Zu einem Ort, der einem Schatten ähnelte.

                          [Platz für eure Fantasie]

                          Ein großer Baum spricht zu ihm, dort, wo er jetzt ist. Er sagt:

                          „Diese Flecken stehen immer für Menschen und Schicksale. Und da viele Kinder aufmüpfig, viele Erwachsene undankbar um das Leben sind, entstehen überall kleine Flecken auf den Wiesen der Welt. Du wolltest hier hin kommen, mein Junge. Warum?“

                          Der Junge sah sich um, ging, verirrte sich, drehte um, dachte nach, rannte, verlief sich und machte am abgelegensten Ort dieses aus der Fantasie entstandenen Platzes Halt. Vor ihm stand ein Schloss. In entgegengesetzter Richtung befand sich etwas, dass einem riesigen Gefängnis ähnelte und einige andere Orte. Es gab noch mehr zu sehen, aber der junge interessierte sich für das Schloss. Es war groß und geheimnisvoll. Entgegen dem Rest seiner Fantasie stand das Schloss auf einem riesigen Gelände, einem Anwesen, dass von purem Schnee überdeckt war. Er konnte dort umher laufen, ohne dass man ihn je sah. Magisch. Der Junge bemerkte gar nicht, dass der Baum ihm folgte. Zu diesem magischen Ort.

                          „In diesem wunderschönen Schloss wohnte mal ein stattlicher Prinz. Obwohl er alles hatte, was sein Herz begehren konnte, war es ihm nicht genug. Er war selbstsüchtig, verwöhnt und unfreundlich. Ihm begegnete vor vielen Jahren eine alte Bettlerin im Schloss, die ihm eine rote Rose anbot. So selbstsüchtig, wie er war, brach er in Gelächter aus und lehnte ihre Rose, samt den guten Absichten dahinter, ab.“

                          „Was für gute Absichten?“

                          „Nun, was denkst du mein Junge?“

                          „Jedenfalls stach urplötzlich eine wunderschöne Zauberin aus der Bettlerin hervor und belegte den Prinzen und all seine Menschen und Freunde im Schloss mit einem bösen Fluch. Der Prinz hatte keine Liebe mehr in seinem Herzen und alles Gute war verloren. Sie verwandelte ihn in ein abscheuliches Biest, mein Junge. Und auch das Schloss und alle, die darin lebten. Die Rose, die die Zauberin ihm gab, sollte einige Jahre halten. Doch sie sollte fortan Blätter verlieren, die das Schloss immer mehr und mehr zerstörten, bis es komplett zerfallen wäre. Wenn er aber lernen würde einen anderen Menschen zu lieben und dessen Liebe erwidert werden würde, dann wäre der Zauber gelöst. Wenn nicht, wäre er dazu verdammt, auf ewig ein abscheuliches Biest zu bleiben.“

                          „Als ich klein war, träumte ich von diesem Schloss und einer Geschichte von Liebe und Finsternis.“

                          „Mein Junge. Du hast sie gefunden. Wie du siehst, ist in deiner Fantasie dieser Ort anders, als alles drumherum. Wie die Flecken auf deiner Wiese, auf der du gerne verweilst. Dort, wo sich die Liebe mit Zuneigung und Dankbarkeit vereint. Wenn du dir etwas wünschen würdest, was wäre es?“

                          „Dass das Leid in diesem Schloss ein Ende finden würde. Dass die Liebe erwacht, alle Menschen zu sich finden und eine wunderschöne Prinzessin kommt, die den Prinzen erlöst, damit er wieder lieben kann und er sein Schloss mit allem füllt, was er in den tiefsten Empfindungen seiner Seele wünscht. Dass dieser Ort nicht mehr länger von Dunkelheit erfüllt wäre, die Flecken auf der Welt nur noch Grün wären.“

                          „Mein Junge. Deine Fantasie und deine Wünsche. Tatsächlich überrascht mich dein Wunsch. In dir steckt Liebe, die erwidert werden möchte. Nicht, das dein Wunsch unvernünftig, aber dafür fair wäre. Aber tatsächlich ist es genauso passiert. Du kanntest die Wahrheit bereits. Es ist keine Fantasie. Eine Schönheit namens Belle nahm sich seinem Schicksal an. Widerwillig, aber sie tat es, weil sie etwas ihm entdeckte, erweckte. Sie ließ die Liebe wieder auferstehen. Sie zeigte ihm, nach einigen Jahren der Verzweiflung, dass er kein Biest war, sondern ein liebender, ein netter, ein dankbarer und gütiger Mensch. Dein Wunsch wird ein paar Flecken auf dieser Welt Grün färben, Gras wachsen lassen und Liebe in die Herzen der Menschen eingravieren. Du sollst erlöst werden von deinen Sorgen und deinem Kummer, der dich hierhin zu mir geführt hat. Aus dir soll ein stattlicher Prinz mit einem guten Herzen werden. Was wünscht du?“

                          „Aber ist nur ein Traum. Gleich wache ich auf und nichts hat sich geändert.“

                          „Mein Junge. Wenn du es wünscht, dann ist das hier kein Traum. Wenn du es wünscht, dann ist das hier die Einzige Wahrheit für dich. Die Einzige, die zählt und die Einzige, die alles zusammenhält.
                          Das Schloss ist keine Erfindung, kein Mythos, sondern ein Ort, der durch Schmerz verflucht und von Liebe errettet wurde. Von Finsternis getrübt, zu einer Prüfung auserkoren, von Liebe erlöst und neu belebt. Manchmal schreibt die Zeit Märchen. Märchen schreibt die Zeit. Manchmal braucht es Fantasie, um der Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Weil Fantasie alles bedeutet.“

                          Ende

                          Zum Abschluss möchte noch meine ganze Liebe zu diesem Film kundtun, denn sie ist wahrhaftig, innig und unendlich. Auch nach der fünften Sichtung konnte ich meine Augen nicht von der Leinwand abhalten und das ist es doch, was zählt, oder nicht?

                          10 wundervolle ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ für die Schöne und das Biest. Weil Fantasie alles bedeutet.

                          Ich hoffe, euch hat meine kleine Geschichte über die Fantasie gefallen.

                          https://www.youtube.com/watch?v=YsKKuCUYUMU

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                          • 5

                            Der Zeichentrickfilm von 1991 ist mein absoluter Lieblingsdisneyfilm und es war mir schon vorher klar, dass die Liveactionverfilmung da wohl nicht mithalten wird können. Vor ein paar Wochen haben ich noch die neue Verfilmung vom Dschungelbuch gesehen die, mir überraschenderweise, echt gut gefiel und so stieg dann doch noch meine Hoffnung, dass Die Schöne und das Biest mit Emma Watson doch ganz gut wird. Ich wurde leider enttäuscht.
                            Das Biest sah tatsächlich echt gut aus und auch das CGI war anständig allerdings wurde ich mit Emma Watson als Belle mal so gar nicht warm und ich fand die Performances der Songs durchgehend schlecht bis geht so.
                            Insgesamt sehr enttäuschend, leider.

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                            • 5 .5

                              optisch wirklich sehr schön nur das gesinge hat mir nicht gefallen...

                              1
                              • 4

                                Eigentlich mag ich solche Filme nicht, aber als gemeinsame Aktivität mit meinem Schatze war ich dann doch drin. Er orientiert sich deutlich mehr am Trickfilm von 1991 als an dem überlieferten französischen Märchen. Der Dorfname Villeneuve ist eine Reminsizenz an die französische Schriftstellerin, die diesen Stoff 1740 aufebreitet hatte. Als Kind hatte ich ein Hörspiel nach ihr bzw. Beaumont 1756. Es handelt sich um einen Operettenfilm mit albernen Kostümen, worin lang und ausgiebig gesungen wird. Besonders abstoßend sehen die Höflinge in der Eröffnungssequenz aus, wo der Prinz ein altes Mütterchen, welches Zuflucht vor einem Sturme sucht, abweist und daraufhin von ihr in das Biest verwandelt wird, denn sie war eine Hexe; eingeflochten wird eine symbolträchtige Rose, vermutlich recycelt aus einer Dornröschenverfilmung. Landschaftsaufnamen, die natrülich aussehen sollen, sehen so künstlich aus, mutmaßlich darum ging, 3D-Effekte auszukosten - wobei ich in der 2D-Fassung war. Statt eines Kaufmannes mit mindestens drei Töchtern ist der Vater Maurice ein verschrobener Uhrmacher mit nur einer Tochter. Sie waren wohl Zugezogene im Dorfe, und die Tochter nutzte ein göpelgetriebenes Faß als Waschmaschine, um derweil zu lesen, wofür sie von den Dorfbewohnern nochmehr gedißt wurde. Ihre Unbeliebtheit steigert sie dadurch, daß sie einem kleinen Mädchen mit Hilfe eines englischsprachigen Bilderbuches das Lesen beibringen möchte. Gaston sieht ganz anders aus als im Karlsen-Verlag; er ist bisexuell veranlagt, ein arroganter Fatzke und möchte die Tochter gerne rumkriegen, vermutlich vor allem weil sie ihm widersteht. Lefou ist etwas schwuler, etwas dicker und hängt gewöhnlich mit Gaston ab, wechselt aber später zu den Guten. Der Gaul Philippe redet und singt nicht, taugt aber gleichermaßen zum Reiten wie als Zugpferd. Warum Philippe wieder am verwunschenen Schlosse auf Belle wartet, nachdem Maurice auf ihm ins Dorf zurückgeritten war, ist auch unlogisch. Irgendwann kommt eine Eule vor, die mein Schatz als Anspielung an HP erachtet, brachte aber keine Briefe. Die Betonung der heilsamen Wirkung heißen Tees paßt auch eher zu den Briten als zu den gewöhlich Rotwein trinkenden Franzosen, wo es ja eigentlich spielen sollte. In der Traumreise ist Paris auch vor allem an Notre Dame zu erkennen, anscheinend entsagte Disney dem naheliegenden Wunsche, den Eiffelturm und das Euro-Disney-Resort unterzubringen. Der actionhafte Kampf zwischen Gaston und dem Bieste auf Dächern und einstürzenden Brücken des verwunschenen Schlosses ist übertrieben und auch wie tot letzteres dann schon vor der Wiederbelebung ist. Aber wenigstens sah das Biest mit den Hörnern besser aus als mit dem Wildschweingebisse im Trickfilme von 1991. Insgesamt also ein schöner Film, wenn man dabei Petting macht und Bierchen trinkt.

                                • 5

                                  "Die Schöne und das Biest", Klassikertreues Remake mit Ausschmückungen, jedoch ohne großes Highlight.

                                  Nach langem hin und her haben wir es doch noch ins Kino zum Remake des Disney-Klassikers "Die Schöne und das Biest" geschafft, völlig ohne 3D, dafür mit 3D-Bildstörung. Ich weiß nicht so recht, wie ich es angehen soll, meine Meinung zu dem Film steht fest, dennoch vermag ich es kaum in Worte zu fassen. Fangen wir erst einmal mit den positiven Dingen an. Das Remake hält sich recht gut an die Vorlage, schmückte diese jedoch, genau wie bei "Cinderella", noch aus. Es gefiel mir gut, dass erklärt wurde, was mit Belles (Emma Watson) Mutter passiert war, außerdem hatte man aufgeklärt, warum die Dorfbewohner sich nicht mehr an das Schloss erinnern konnten, obwohl es gar nicht so weit entfernt war. Die visuelle Gestaltung war ebenfalls lobenswert, das Schloss war sehr eindrucksvoll entworfen und auch das Dorf war einladend und kreativ gestaltet. Belle (Emma Watson) als auch das Biest (Dan Stevens) haben jeweils einen zusätzlichen Song erhalten, die beide gut zu den anderen Klassikern passten. Ebenfalls gefiel mir auch, dass es mehr Szenen zwischen Belle und dem Biest gab, sodass dem Zuschauer das annähern der beiden bewusster wurde. Die sprechenden Gegenstände waren so entworfen, dass sie wie Gegenstände aussahen, jedoch einen menschlichen Charakter besaßen, so konnte man einen besseren Bezug zu den Menschen nehmen, die sie einmal gewesen waren.
                                  Leider ist das im Groben so alles, was "Die Schöne und das Biest" bieten kann, denn der äußerliche Schein mag wohl sehr eindrucksvoll sein, dennoch bleibt der Inhalt, trotz des bekannten Films von 1991 blass. Klar kann man an dieser Stelle auch sagen, man kannte den Inhalt bereits, deswegen war es unspektakulär, jedoch leidet mehr die Umsetzung statt die Geschichte daran, dass "Die Schöne und das Biest" aus dem Jahr 2017 ein absolutes Prachtwerk wurde. Emma Watson (My Week with Marilyn) zählt nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsschauspielerinnen, dennoch passte sie hervorragend in die Rolle und brachte den Charakter von Belle auch gekonnt rüber. Ihre deutsche Singstimme war eine Katastrophe, ebenso wie die von Dan Stevens (The Guest) auf den ich mich besonders freute. Allgemein gefiel mir die Neuauflage der Songs so gar nicht. Das Stück "Die Schöne und das Biest"" klang als würde die Sängerin gleich einschlafen, da war das Original von Emma Thompson (Nanny McPhee) wesentlich besser und doch noch nicht befriedigend genug für mich. "Sei hier Gast" war noch der beste "aufgepeppte" Song, doch auch dieser ist in der Originalfassung besser als in der deutschen Synchronisation.
                                  Gaston (Luke Evans) war für meinen Geschmack viel zu sympathisch. Das ist für mich eigentlich ein so richtig schmieriger und eingebildeter Typ, zumindest war das in der Vorlage so. Hier kommt er relativ gut weg und auch Le Fou (Josh Gad) ist anders, dennoch gefiel mir dieser Charakter im Remake besser, ist er doch mitfühlender und klüger. Belles Vater (Kevin Kline) war ebenfalls anders, zwar nicht recht im negativen Sinne, dennoch waren im damaligen Trickfilm seine Erfindungen irgendwie verrückter und das machte es ein bisschen glaubhafter, dass die Dorfleute ihn später für übergeschnappt hielten.
                                  Neben neuen Textpassagen wurde auch viele aus dem alten Film übernommen, dennoch kamen mir diese immer so runtergerattert vor. Überhaupt war die erste Hälfte des Films wie abgespult, es gab kaum Highlights, kein Moment, in dem der Zuschauer kurz innehielt um zu staunen. Auch fehlten mir bei manchen Dialogen irgendwie Druck, Power, das Biest aus dem Disney-Klassiker sprach manche Texte energischer, wütender oder kraftvoller. Das fehlte hier im allgemeinen und so kommt der Showdown auch ziemlich lasch rüber.
                                  Schade, nachdem mich "Cinderella" so begeistert hatte, bleibt "Die Schöne und das Biest" doch recht blass. Am Ende bleibt man jedoch gerne noch sitzen um den wunderschön gestalteten Abspann anzuschauen und der Musik zu lauschen. Céline Dion wurde erneut die Ehre zuteil, einen Song für den Film zu singen. Diesmal nicht den Titelsong, dennoch ist "How Does A Moment Last Forever" ebenso ein klangvoller Track, der den Abspann wunderbar untermalte.

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                                  • 7

                                    Kaum einem Film wurde in der letzten Zeit wohl ähnlich entgegengefiebert wie „Die Schöne und das Biest“. Ganz hält der Vergleich mit dem Zeichentricklassiker nicht, dafür sind viele Elemente von der Besetzung über den Inhalt bis zur Optik nicht stimmig genug. Die neuen Hintergrundgeschichten ziehen den Film nur in die Länge, ohne ihm wirklich etwas hinzuzufügen. Das CGI-Biest ist viel zu oft als solches zu erkennen. Auch bei den Gesangsstimmen gibt es Abzüge. Es bleibt aber auch bei der Neuauflage ein unterhaltsames Liebesmärchen, humorvoll und opulent.

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                                      OAI.Mar.Co 06.05.2017, 15:20 Geändert 06.05.2017, 15:21

                                      Genau so lässt man Zeichentrickfilme jeglicher Art real werden! Grandiose Umsetzung!

                                      Die einzigen 2 Punkte, welche mir leicht aufstoßen sind die leichte Fehlbesetzung der Belle und dieser mittlerweile extrem nervige "political correctness" Trend... man könne ja sonst "whitewashing" vorwerfen, wenn man sich an die Gegebenheiten des Frankreichs aus dem 18. Jahrhundert hielte...

                                      • 9

                                        Die Neuverfilmung des großartigen Märchens ist eine wahre Augenweide - der "Beauty" im Filmnamen wird das Machwerk durchgehend gerecht.
                                        Bill Condon inszeniert ein magisches Musical, das hervorragend unterhält.
                                        Emma Watson spielt eine bezaubernde Belle und Luke Evans passt perfekt in die Rolle des unsympathischen Gaston. Der sensationelle Ian McKellen gibt dazu einen wunderbaren Cogsworth.
                                        Stimmige Songs und der schöne Soundtrack runden die prächtigen Bilder ab und so ist "Beauty and the Beast" ein wahrhaftig märchenhaftes Erlebnis.

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                                        • 7

                                          Vor drei Jahren erschien in der deutsch-französischen Zusammenarbeit schon einmal eine Neuauflage von "Die Schöne und das Biest". Ein Film, der mir ganz und gar nicht zugesagt hat, da sehr viele Märchenelemente gefehlt haben und einige Sachen zu schnell und zu übertrieben dargestellt worden. Als dann die Ankündigung zu einem nächsten "Die Schöne und das Biest"-Film folgte, hatte ich keine große Vorfreude. Gestern war ich im Kino und ich muss sagen, dass diese US-Fassung viel mehr richtig macht. Nicht alles, aber mehr. Die erste Hälfte des Films war zwar schön anzusehen, das häufige Gesinge hat dann doch irgendwann genervt und die Handlung konnte mich nicht wirklich fesseln. Sie war nur da, um irgendwie Belle zum Schloss zu führen. Als sie dann aber dort angekommen ist, drehte sich der ganze Spieß um. Es wurde märchenhafter, Emma Watson kam besser zur Geltung und der Film konnte mich an die Leinwand fesseln. Es hat viel mehr Spaß gemacht, zuzusehen. Und die verzauberten Angestellten waren auch gut in den Film integriert. Dennoch hätte man mehr Dramatik und Tiefe in den Film bringen können. Die Beziehung von Belle und dem Biest nicht so schnell zum positiven Wenden lassen. Aber: Die beste Real-Märchenverfilmung von "Die Schöne und das Biest".

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                                          • 7 .5

                                            Bildgewaltige Neuauflage der Trickfilmversion. Emma Watson gibt eine gute Belle ab. Evans als hinterhältiger Gaston und Gad als Le Fou runden das gute Ensemble ab. Kline als Belle´s Vater geht da fast ein bisschen unter.
                                            Spoiler:
                                            MAGIC MOMENT: Die Schöne tanzt mit dem Biest in dem wundervollen Ballkleid.

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                                            • 7

                                              ...der war schööön

                                              • 7 .5

                                                Ein schön gemachter Film - zugegeben. Ich hab mich zu Anfang mit der Synchronisation schwer getan (ja, ich weiß die Lieder sind fest vorgegeben und man hat wohl wenig Spielraum was das angeht), weshalb ich ihn sicher nochmal auf englisch sehen werde (Ich hoffe, die Gerüchte um eine zu elektrisch klingende Watson Stimme werden sich nicht bestätigen).

                                                Sehenswert, mehr aber leider nicht für mich.

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                                                • Ich bin irgendwie die einzige der der Film nicht so taugt in meiner Umgebung...
                                                  + Effekte
                                                  + Gaston
                                                  + Erklärung warum sich niemand an da Schloss...etc. erinnert

                                                  - kann mich mit Emma Watson als Belle nicht anfreunden
                                                  - zusätzliche Songs (fand ich unnötig)
                                                  - fast jede Szene wurde abgeändert
                                                  - Prinz
                                                  - Synchro

                                                  war sehr sehr enttäuscht, da das eig. mein Lieblings-Disneyfilm ist :(
                                                  Kann auch irgendwie nicht verstehen, warum so viele sagen der Film ist 1:1 wie das Original?

                                                  ***SPOILER***
                                                  ganz schlimm fand ich die Szene, als Belle sich mit einem Seil aus Bettlaken davonmachen wollte. Absolut unpassend und auch mMn nicht dem Charakter von Belle entsprechend (im Original hatte sie zumindest vor sich an die Abmachung zu halten)

                                                  Das Anfangslied ("Little town") war melodisch unter aller sau - hier ist die englische Synchro um Welten besser, aber auch nicht optimal

                                                  Dass die Szene im Schnee, mit den Vögeln...etc. fehlt find ich blöd

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                                                  • 9

                                                    Da haben wir wieder einmal große Unkenrufe aus zwei Lagern.... den Puristen sind die Veränderungen des ehemaligen Zeichentrickfilms zu groß, diejenigen die sich auf eine 'Neuinterpretation' des Klassikers gefreut haben, stören sich an der Enge zur Vorlage.

                                                    Nunja, man kann es eben nicht jedem Recht machen, und irgendwer hat doch immer irgendwas auszusetzen. Ich für meinen Teil sehe hinter diesem Werk, dass sich hier das gesamte Filmteam auf den Hosenboden gesetzt hat, und mit größter(!) Sorgfalt einen Film schuf, der sowohl eine Huldigung und Verneigung vor dem Zeichentrickfilm ist, als auch eine Erweiterung der emotionalen und charakterlichen Eigenschaften der Figuren und der Geschichte ist und schafft es somit eine ganz eigene Stimmung zu kreieren.

                                                    Technisch und optisch wurde ebenso geklotzt statt gekleckert: das immense Budget ist in jeder Sekunde zu sehen und auch die 3D- Effekte wirken extrem ausgefeilt, bringen einen ungeheuren Mehrwert und machen das Remake auch auf dieser Ebene sehr sehenswert.

                                                    Ein paar kleine Kritikpunkte habe aber auch ich zu verbuchen: Die deutsche Fassung der Songs ist wirklich nicht gerade der Brüller - besonders wenn man sie mit dem Original vergleicht.Beim englischen Soundtrack sieht das schon anders aus, hier geben sich die Schauspieler keine Blöße und das Endergebnis ist sehr viel hochwertiger..
                                                    Auch finde ich dass die drei zusätzlichen, neuen Lieder eher aufhalten statt die Handlung weiterbringen, und sich auch nicht so gut in die alten Lieder integrieren... aber das ist Geschmackssache.

                                                    Vielleicht ruht sich Bill Condon auch stellenweise etwas zu sehr aus auf seinem opulenten Setting, gerade in den Musicaleinlagen am Anfang könnte die Kamera ruhig etwas rasanter bzw. der Schnitt etwas gewagter sein.

                                                    Das ändert aber im Grunde alles nichts daran, dass wir es hier mit einem unglaublich detailversessenem, liebevoll inszenierten Märchenmusical zu tun haben, das einem mit der altbekannten wunderschönen Musik von Anfang bis Ende verzaubert.

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