Der unsichtbare Gast - Kritik

Contratiempo / AT: The Invisible Guest

ES · 2016 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 16 · Thriller
Du
  • 7

    Die in Rückblenden erzählte spanische Produktion, hat eine in sich stimmige und recht ausgeklügelte Geschichte im Gepäck. Handwerklich zu jederzeit einwandfrei und mit durchaus überzeugenden unverbrauchten Gesichtern versehen, versteht das gut inszenierte Verwirrspiel durch einige überraschende Wendungen und einem vollends gelungenem Ende zu überzeugen – uneingeschränkt zu empfehlen!

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    • 9 .5
      rhea.wurzbacher 09.09.2017, 21:25 Geändert 09.09.2017, 21:26

      Wow, ich wäre wohl nie von selbst über den Film gestolpert, das war ein gelesener Filmtipp. MP-Vorhersage 7,5 hat mich überzeugt, den anzuschalten - und mich hat in letzter Zeit selten ein Fim so geflasht, das gab dann sogar fast die 10. Mega Plottwists, viele Wendungen und Überraschungen, zum Ende hin einen Hauch - nur einen Hauch - zuviel. Aber SPOILER ich muss zugeben, ich habe sie tatsächlich unter der Maske erkannt, es passte nur nicht mit dem Nervenzusammenbruch zusammen, der aber vielleicht ja auch gar nicht passiert ist?! SPOILER ENDE. Diesen Filmtipp kann ich nur weitergeben, wirklich sehr spannend und ein paar Momente, in denen man mit offenem Mund da sitzt.

      2
      • 8 .5

        Wie die 5.7 der Kritiker zustande kommt, versteht wirklich niemand. Ein spannender Film, der Spaß gemacht hat und der einen mit einem "Wow" am Ende zurücklässt. Genau so müssen Filme sein.
        Habe ihn direkt Freunden empfohlen.

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        • 6 .5

          Ein Zauberwürfel als Thriller.
          Der etwas zu poliert wirkende Mainstream-Krimi von Regisseur und Drehbuchautor Oriol Paulo überzeugt in seiner intelligenten Struktur, die ein Spannungsfeld aus bewährten Thriller-Elementen und überraschenden Wendungen entstehen lässt. Das Spiel mit Sympathien, Wahrheiten und Genre-Erwartungen ist dabei elegant und erfrischend unvorhersehbar. Allerdings neigen solche Twist-Thriller immer zu einer gewissen Überkonstruktion, die hier vom Filmemacher mit angenehmen Fingerspitzengefühl für die dunkle Seite von Menschen aufgefangen wird. Paulo beherrscht die Mechanik von Perspektivwechsel und Plot-Drehungen, sein strategisches Spiel ist plausibel, auch wenn ich irgendwann dachte, dass dieses Konzept dann doch nicht so klug ist wie die Schöpfer selbst denken.
          6,5 Geschäftsmänner in Not.

          14
          • 8

            hat nicht den spannendsten Plot, aber durchaus sehenswert!!

            • 8 .5

              Noch ein Twist, noch ein Twist und noch ein Twist. Etwas was mich an vielen Filmen sehr stören würde, empfinde ich hier als sehr gelungen. Das liegt zu einem daran, dass man nicht wirklich die Lösung erraten kann oder das komplette Puzzle sofort löst, sondern dass man wirklich auf die Folter gespannt wird und die Spannung gerade gegen Ende richtig gelungen ist. Auch liegt es aber daran, dass die Twists nicht unlogisch wirken oder alles davor keinen Sinn mehr ergibt. Der ganze Plot ist einfach stimmig, auch wenn man vielleicht kritisieren könnte, dass manches doch zu sehr konstruiert wirkt.

              Die Schauspieler, besonders Mario Casas, machen dabei einen wahnsinnig guten Job. Die Ambivalenz kauft man sofort ab und der Zuschauer weiß weder die Lösung noch für wen er eigentlich mitfiebern soll.

              Gelungener Thriller aus Spanien. Mit etwas mehr Regiekunst, hätte man aus so manchen Szenen noch mehr heraus holen können. Dennoch definitiv einer der besten Thriller in diesem Jahr!

              2
              • 7 .5

                Den Film sollte man sich wirklich ohne viele Vorabinfos ansehen. Sonst würde er einen enttäuschen. Ich hatte auch nichts dazu vorher gelesen und nur den Trailer gesehen und somit auch keine Ansprüche und Erwartungen und wurde mehr als zufrieden gestellt. Ich bezweifele jedoch, dass der Film bei einer Zweitsichtung wieder so gut wirkt. Da müssen wohl schon ein paar Jahre vergehen.

                • 9
                  shortybuster 22.08.2017, 20:03 Geändert 22.08.2017, 20:06

                  Während das französische Kino sich in den letzten Jahren als Experte für Culture-Clash-Komödien erwiesen hat, präsentieren sich die spanischen Filmschaffenden immer mehr als Meister des Thriller-Genres. Ob "Julia's Eyes", "Das verborgene Gesicht" oder "The Body" - spanische Thriller leben von ihren starken Darstellerleistungen einerseits, andererseits aber vor allem von ihren wendungsreich und nervenaufreibend geschriebenen Plots, die nicht nur eine auf dem Papier spannende Ausgangsidee haben, sondern bis zur finalen Auflösung fesseln.
                  Dieser Eindruck mag womöglich gar allein von Oriol Paulo abhängen, der als Drehbuchautor für einige dieser Filme tätig war und nun für "Den unsichtbaren Gast" auch den Regiestuhl besetzte.

                  Adrian Doria wacht in einem Hotelzimmer auf und muss erkennen, dass seine Geliebte tot im Bad liegt. Als Hauptverdächtiger stehen seine Chancen schlecht, nicht ins Gefängnis zu müssen. Da bleibt nur noch die Anwältin Virginia Goodman, die einen exzellenten Ruf nachweisen kann, weil sie auch schon schwere Fälle für ihre Mandanten entscheiden konnte. Gemeinsam mit ihr rekapituliert Adrian Doria nicht nur das Hotelereignis, sondern offenbart schrittweise die genaueren Umstände seiner Affäre.

                  Während der Zuschauer sich vermeintlich schnell einfindet und im Einklang mit dem Protagonisten nach entlastenden Beweisen für die anscheinend eindeutige Hotelszene fahndet, schlägt Paulo erstmal einen seltsamen Haken und erzählt stattdessen ein anderes moralisch fragwürdiges Ereignis aus dem Leben von Adrian und seiner Affäre. Stückweise wird aus dem gut aussehenden und gekleideten Saubermann ein windiger Typ, der sich in jede Richtung verbiegt, die ihm eine schnelle Rettung verspricht - doch was hat das letztlich mit dem Gerichtsfall, mit dem Mordvorwurf zu tun?

                  Erst recht spät näht Paulo alle Flickenstücke des Plots zu einem erstaunlichen Ganzen zusammen. Damit verlangt er dem Zuschauer allerdings eine Menge Geduld ab - wäre da nicht die clevere Auflösung für die sich die lange Reise durch das Leben des Adrian Doria doch lohnt. Zudem wirkt "Der unsichtbare Gast" nur dann so hervorragend, wenn man sich als Zuschauer miteinbringt und alle Hinweise immer wieder neu zusammenpuzzelt, sobald neue Details enthüllt werden. Dass dieser Film dann viele sichergeglaubte Interpretationen mit immer neuen Wendungen torpediert, trägt erheblich zum Vergnügen bei. Zumindest ist die finale Auflösung ein Stück vor dem Ende schon greifbar.

                  Darüber hinaus ist "Der unsichtbare Gast" auch deshalb so empfehlenswert, weil er die Kraft des Geschichtenerzählens vor Augen führt. Denn der Film wiederholt die zentralen Stationen der Handlung etliche Male, aber variiert dabei entscheidende Details, die über Schuld, Unschuld, Verantwortung und Versagen unterschiedlich Auskunft geben. Je nachdem, wer die Geschichte erzählt, werden die nicht geklärten Leerstellen anders aufgefüllt und damit ganz neue Gewichtungen gesetzt. Was auf den einen redundant wirken mag, weil Szenen wieder und wieder abgespult werden, ist für den aufmerksamen Zuschauer ein furioses narratives Wechselspiel.

                  Dass dies alles großartig gespielt und mit einem gefühlvollen Score unterlegt ist, sorgt vor allem gegen Ende für den - natürlich beabsichtigten - ganz großen Gänsehautmoment - "Der unsichtbare Gast" ist unbedingt empfehlenswert.

                  10
                  • 10

                    Bäm - was ein Film. SO mag ich das. Wer auf Psychologische Thriller mit Twist(s) seht wird hier bestens bedient. Konstruiert? Ja - aber für mich nicht überkonstruiert.
                    Am besten gar nix weiter lesen und ansehen... eine Perle.

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                    • 9
                      kalim11 21.08.2017, 22:03 Geändert 21.08.2017, 22:06

                      Selten kommt es vor, dass ich hier eine Bewertung verfasse! Die unglaublich schlechte Note der sogenannten "Kritiker" von 5,5 hat mich jedoch hierzu bewogen, da diese in meinen absolut ungerechtfertigt ist! "Der unsichtbare Gast" ist ein grandioser Film mit einer unglaublich verworrenen, spannenden Erzählstruktur, welche einen immer wieder anders denken lässt! Grandioses Finale! Solche Filme zeigen, dass sich europäisches Kino keinesfalls verstecken muss!

                      2
                      • 8

                        Das Ende hat sich richtig gelohnt! Gute Schauspieler, gute Story und sehr spannend inszeniert.

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                        • 6 .5

                          Kann man sich gerne mal anschauen, die Story und Twists sind gut erklärt und können schnell verstanden werden. Mit einer Länge von knapp 1,5 Stunden auch nicht zu lang, ein roter faden zieht sich heran.
                          Leider überwiegen die Negativen Punkte, womit eine höhere Punktzahl nicht möglich ist, soll aber nicht heißen, dass er schlecht sei.

                          Die Spannung wird nicht konstant gehalten bzw. schnell wieder abgebaut. Unkonsequentes Ende überschatten am ende den ganzen Film.

                          -Spoiler-

                          Wie kann es sein, dass die Mutter erst einen Nervenzusammenbruch erleidet und total geschwächt im Krankenhaus landet. Jedoch später als Top Anwältin wieder auftaucht und Juristische Kenntnisse hat? Ist sie nicht eine einfache Empfangsdame?

                          Wie kann der Intelligente Unternehmer nicht sofort erkennen, dass die Anwältin eine Maske trägt? Er hat sie mehrmals gesehen und angeblich hat sich das Gesicht des Vaters sofort eingebrannt. Wieso nicht der Mutter?
                          Überhaupt, was für eine absurde Idee mit einer Maske versuchen jemanden zu hintergehen?

                          Wieso wird die echte Anwältin nicht Misstrauisch, wenn ein "Fremder" sie Fotografiert oder sogar anspricht. Wenn es doch offensichtlich der Vater des toten Jungen ist?

                          -Spoiler ende-

                          Nach dem Film, muss ich über diese Fehler meine Gedanken schweifen lassen.
                          Wer jedoch trotzdem einen halbwegs guten Thriller sehen möchte, ist hier richtig.
                          Ansonsten empfehle ich Departed oder Shutter Island.

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                          • 7 .5

                            Ich mag einfach solche Krimis und nach "The Body" ist auch dieser keine Enttäuschung. Solide, spannend, gut gemacht. Lediglich den letzten Twist hatte ich irgendwie schon kommen sehen.

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                            • 9 .5

                              Spannend Spannend Spannend UNBEDINGT anschauen...!

                              • 8

                                Sehr positiv überrascht. Tolle Story und auch die Art der Erzählung mit den Rückblenden hat mir gut gefallen. Mehr davon gerne.

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                                • 9

                                  Richtig Gut. Tolle vertrackte Story. Endlich mal wieder in guter Film. Tolle Twists, vor allem der letzte!

                                  • 9

                                    Klasse Film
                                    Mit einem Hammertwist

                                    • 7

                                      Schönes Ding! Die Spanier haben ein echtes Händchen, wenn es um wendungsreiche Thriller geht. Ob nun In ihren Augen, Sleep Tight oder auch Der unsichtbare Gast - Spannung ist garantiert!

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                                      • 5

                                        Spoileralarm.
                                        Dass man für die Doppelrolle ausgerechnet Deutschlands markanteste Synchronsprecherin auswählen musste, ist ein unverzeihlicher Fauxpas, der ultimative Killer für diesen Film.

                                        Qf: 0 | Bf: 3

                                        • 9 .5
                                          ermack89 26.07.2017, 21:00 Geändert 26.07.2017, 21:00

                                          Einfach nur GENIAL

                                          • 7 .5

                                            Ich mag ja so Rätselratefilme. Klar sind die fast immer, so auch dieser, etwas überkonstruiert. Aber wie viele Wendungen hier eingeschlagen werden, hat doch für ordentlich Tumult in meiner Kopfkiste gesorgt.

                                            Mehr als ordentlich gespielt und inszeniert wird man permanent an der Nase herumgeführt und bekommt eigentlich ständig einen vor die Omme gebrettert, wenn man denkt zu erahnen, was hier vor sich geht. Ich will gar nicht viel mehr verraten, aber dieser Oriol Paulo, der schon mit seinem Regiedebüt „The Body“ genau die Richtung einschlug, den Zuschauer auf eine Rätselreise mitzunehmen, versteht es nicht nur irre Kehrtwendungen flüssig vorzutragen, sondern diese eben auch ungemein wirkungsvoll zu inszenieren. Wahrscheinlich ist der Film gar nicht so schlau wie er tut und ich tue vielleicht gerade schlauer als ich bin. Aber den „unsichtbaren Gast“ solltet ihr sehen.

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                                            • 9

                                              WOW!
                                              Mehr schreibe ich nicht.
                                              Schaut euch den Film unvoreingenommen und ohne große Infos an, ihr werdet definitiv nicht enttäuscht!

                                              • 10

                                                Ein Wahnsinns Film mit wirklich starken Wendungen!

                                                • 8

                                                  Ein richtig stimmungsvoller atmosphärischer spanischer Top Thriller.
                                                  Wendungsreich erzählt uns Oriol Paulo die Geschichte, er setzt dabei auf richtig gute Schauspieler und eine eindringliche Bildersprache. Ferner schlägt er mit der Geschichte einige hochinteressante Haken, die Zucker für den Zuschauer sind.
                                                  Auch der Psychothrill kommt hier nicht zu kurz.
                                                  Großes Kino aus Spanien!

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                                                  • 8

                                                    Ich wiederhole mich, aber man kann es nicht oft genug ansprechen: Den Spaniern macht in Sachen Psychothriller niemand sei leicht etwas vor. Besonders ein gewisser Oriol Paulo tut sich in den letzten Jahren als vorderster Mann für gewisse Geschichten hervor. Wer seinen "The Body" gesehen hat, weiß um den Drahtseilakt zwischen gekonnter Zuschauerführung und wackeliger Glaubwürdigkeit. Alles wird einer funktionierenden Spannungskurve untergeordnet. Bei "Der unsichtbare Gast" kann man mit Fug und Recht behaupten: Das wird alles nochmals getoppt. Trotz der 'Vorwarnung' eines womöglichen wendungsreichen Handlungsverlaufs hat Paulo mich ein weiteres Mal verblüffen können. Die psychologische Komponente in dieser Geschichte ist ebenso vielfältig wie das Potential des ständigen Miträtselns. Im Grunde sollte man sich analog zur Hauptfigur Adrián möglichst unbedarft in das abgründige Geschehen stürzen, um sich völlig von den ganzen Wirrungen und Wendungen vereinnahmen zu lassen. Hinaus kommt man bei diesem Film mit heruntergelassener Kinnlade - so war meine jungfräuliche Erfahrung mit diesem Werk. In der Rückbetrachtung lässt sich sogar sagen, dass Paulo einem fair die Möglichkeit gibt, das Ganze zu durchschauen, ohne auf irgendwelche plumpen Deus-ex-machina-Elemente zurückzugreifen. Wunderbar inszeniert und toll gespielt. Ein weiteres aufregendes Genreerlebnis von der iberischen Halbinsel.

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