Der unsichtbare Gast - Kritik

Contratiempo / AT: The Invisible Guest

ES · 2016 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 16 · Thriller
Du
  • 9

    WOW!
    Mehr schreibe ich nicht.
    Schaut euch den Film unvoreingenommen und ohne große Infos an, ihr werdet definitiv nicht enttäuscht!

    • 10

      Ein Wahnsinns Film mit wirklich starken Wendungen!

      • 8

        Ein richtig stimmungsvoller atmosphärischer spanischer Top Thriller.
        Wendungsreich erzählt uns Oriol Paulo die Geschichte, er setzt dabei auf richtig gute Schauspieler und eine eindringliche Bildersprache. Ferner schlägt er mit der Geschichte einige hochinteressante Haken, die Zucker für den Zuschauer sind.
        Auch der Psychothrill kommt hier nicht zu kurz.
        Großes Kino aus Spanien!

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        • 8

          Ich wiederhole mich, aber man kann es nicht oft genug ansprechen: Den Spaniern macht in Sachen Psychothriller niemand sei leicht etwas vor. Besonders ein gewisser Oriol Paulo tut sich in den letzten Jahren als vorderster Mann für gewisse Geschichten hervor. Wer seinen "The Body" gesehen hat, weiß um den Drahtseilakt zwischen gekonnter Zuschauerführung und wackeliger Glaubwürdigkeit. Alles wird einer funktionierenden Spannungskurve untergeordnet. Bei "Der unsichtbare Gast" kann man mit Fug und Recht behaupten: Das wird alles nochmals getoppt. Trotz der 'Vorwarnung' eines womöglichen wendungsreichen Handlungsverlaufs hat Paulo mich ein weiteres Mal verblüffen können. Die psychologische Komponente in dieser Geschichte ist ebenso vielfältig wie das Potential des ständigen Miträtselns. Im Grunde sollte man sich analog zur Hauptfigur Adrián möglichst unbedarft in das abgründige Geschehen stürzen, um sich völlig von den ganzen Wirrungen und Wendungen vereinnahmen zu lassen. Hinaus kommt man bei diesem Film mit heruntergelassener Kinnlade - so war meine jungfräuliche Erfahrung mit diesem Werk. In der Rückbetrachtung lässt sich sogar sagen, dass Paulo einem fair die Möglichkeit gibt, das Ganze zu durchschauen, ohne auf irgendwelche plumpen Deus-ex-machina-Elemente zurückzugreifen. Wunderbar inszeniert und toll gespielt. Ein weiteres aufregendes Genreerlebnis von der iberischen Halbinsel.

          10
          • 7

            Bisher hatte ich noch nicht viele Berührungspunkte mit spanischen Filmen, doch nach "Der unsichtbare Gast" schlummert in mir der Gedanke, das zu ändern. Zu Anfang dachte ich noch: 'Oh nein, so ein billiger Abklatsch von "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast..."', doch mit der Zeit entwickelte sich ein richtig spannender Thriller, der ohne große Effekte auskommt. Zwar lässt sich der Film zuweilen etwas zu viel Zeit, doch ständig war ich am mitfiebern, wie sich was zugetragen hat und ständig wurden meine Verdachtsmomente wieder über den Haufen geworfen. Außerdem hat das Finale nicht wie so oft das Ganze nach unten gezogen, sondern setzt der Geschichte die verdiente Krone auf. Schön, dass es sowas noch gibt.
            Fazit: Geheimtipp, kann ich echt empfehlen

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            • 9
              Andy78 09.07.2017, 01:48 Geändert 10.07.2017, 00:59

              Eine dramatische Verkettung unglücklicher Umstände mündet in einer Katastrophe, die wiederum eine Kettenreaktion in Gang setzt, die durch das Präsentieren verschiedener Versionen eine Klärung der Schuldfrage und des tatsächlichen Ablaufs bis ins Unkenntliche entstellt.

              Bereits im scoretechnisch atmosphärisch perfekt unterlegten Vorspann überzeugt der Thriller durch schicke Bilder, die ein Qualitätsversprechen geben, das erfreulicherweise - wie von Oriol Paulo gewohnt - auch eingelöst wird.
              Die von ihm angestrebte Hommage gelingt und hat optisch und regietechnisch tatsächlich viel zu bieten. Nahezu jedes Szene wirkt edel und perfekt durchkomponiert. Die Darsteller agieren überzeugend dramatisch und glaubwürdig. Großer Wert wurde erneut auf die Filmmusik gelegt, die für mich zur perfekten Abrundung zwingend dazu gehört.
              So kann man sich von Beginn an bedenkenlos dem sinnlichen Rausch ergeben und die Entwicklung der Storywendungen erstaunt mitverfolgen.
              Es mag sein, dass die Geschichte am Ende ein wenig zu viele Varianten an Möglichkeiten bietet und dass eine genaue Faktenprüfung die eine oder andere Unwahrscheinlichkeit aufdecken würde, aber spielt das tatsächlich eine Rolle, wenn man über die gesamte Laufzeit überaus angenehm unterhalten wird?
              Kurz vor der eigentlichen Auflösung bin ich zwar partiell auf den Schlusstwist gekommen, den ich jedoch wieder verworfen habe, weil ich ihn mir nicht vollständig erklären konnte. So war ich nach dem Abblenden zwar nicht megageflasht, aber trotzdem glücklich und zufrieden. Denn auch bei näherer Betrachtung macht die letztendlich präsentierte Lösung grundsätzlich durchaus Sinn.
              Für mich etwas stärker als The Body ( Regie ) und etwas schwächer als der perfekte Julia's Eyes ( Drehbuch ) reiht sich Contratiempo erfolgreich in die visuell und inhaltlich beeindruckenden stylishen Werke von Oriol Paulo ein, dessen Leidenschaft fürs Filmemachen in jeder Minute des Gesehenen spürbar wird.
              Endlich mal wieder ein Kauf, der ungesehen erfolgte und nicht bereut wurde. ;)
              P.S. Einen Wermutstropfen gibt es dann doch: Eigentlich wäre The Invisible Guest was für die 1000ste Bewertung gewesen...;(

              8
              • 8 .5

                Absolut genial und spannend. Ich liebe es, wenn mir am Ende eines Films ein "Krass!" über die Lippen kommt!

                4
                • 7 .5

                  Vollste Aufmerksamkeit erwünscht. Belohnung ist ein astreiner Thriller. Bis zum Schluss. Würde mich kaum wundern, wenn Hollywood bereits seine Fühler für ein Remake ausgestreckt hat.

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                  • 7 .5

                    Obwohl hier öfters geschrieben wird das er zu konstruiert ist und das anfangs die Akteure absurd agieren, kann man aber auch etwas entschuldigen das man in solchen Ausnahmesituationen so gut wie nie rational handelt.
                    Wenn man hier aufmerksam dabei bleibt, wird man mit einen mitreisenden Finale belohnt bei dem auch der tolle Score dazu beiträgt das man etwas Gänsehaut bekommt.
                    War überrascht solch einen fesselnden Film zu sehen, bei dem man immer wieder auf neue durch den ständig veränderten Verlauf miträtseln konnte.

                    5
                    • 6 .5
                      dbeutner 17.05.2017, 11:34 Geändert 18.05.2017, 15:33

                      Bereits mit "El Cuerpo" hatte Oriol Paulo vier Jahre zuvor ein Kammerspiel mit "Überkonstruktion und ... Plotschwächen" (so aus meiner damaligen Kritik) abgeliefert - da bleibt er sich zumindest treu. Vom "typischen" Vertreter des spanischen Thrillers, als was er hier wiederholt bezeichnet wird, ist "Contratiempo" wirklich weit entfernt.

                      Richtig zu knabbern hatte ich an diesem Film, weil die Grundprämisse von der ersten Sekunde an sowas von an den Haaren herbeigezogener Unsinn war, dass sehr schnell klar war, dass das nur (sehr dumme) Konstruktion sein konnte, und damit war auch in etwa klar, was da kaschiert werden sollte, um später den Aha-Effekt zu produzieren - der aber danach alles, nur nicht "aha" war.

                      Immerhin schafft der Streifen es dennoch, in seiner Erzählung eine gewisse Spannung aufrecht zu erhalten, was angesichts des "Grundunsinns", auf dem der Streifen aufbaut, tatsächlich Achtung verlangt.

                      In meiner Wertung lande ich zwar genau auf dem Niveau von "El Cuerpo", dem ich aber seinerzeit eher eine Nähe Richtung 7 Punkte nachgesagt habe - hier sind die 6.5 Punkte nur noch gerade so geschafft...

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                      • 5 .5

                        Zwar spannend, aber zu arg mit der Brechstange konstruiert....

                        5,5/10

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                        • 9

                          Packender Thriller der mir auch paar Wochen nach der Sichtung, rückblickend ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern vermag.

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                          • 9

                            Ich bin positiv überrascht.

                            3
                            • 7 .5
                              RoboMaus 26.04.2017, 19:44 Geändert 26.04.2017, 20:14

                              "Efectos especiales" - das klingt so schön auf Spanisch und zeigt gleich im Vorspann, wo wir uns befinden: in Händen, die gerade im Thriller-Bereich immer wieder punkten und nicht mehr beweisen müssen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Ähnlich gut wie bei den Franzosen mit ihren Komödien/romantischen Dramen, fühle ich mich bei den Spaniern mit ihren Thrillern und Horrorfilmen aufgehoben.

                              Die Spezialeffekte wirken sich aber nur geringst auf den Plot aus. 'Der unsichtbare Gast' ist eher ein Gedankengebäude, errichtet aus Scharfsinn, der Lügen entlarvt, um die Wahrheit herauszustellen. Dies ergibt sich im Gespräch einer erfahrenen Anwältin mit ihrem Klienten, der für einen Mord verantwortlich gemacht wird - was sie ihm aus der Nase zieht, wird in eingeschobenen Sequenzen nachgespielt. Dabei ändert sich die Geschichte immer wieder, je nachdem, welche Lüge von ihm nun wieder entlarvt wurde.

                              Man muss hier ständig am Ball bleiben, um den Verlauf nachvollziehen zu können, der vor allem um die Mitte herum etwas zu langwierig wird. Doch der Plot weiß sich im letzten Drittel zu steigern und präsentiert ein sehr starkes, überzeugendes Finale, das für manche Länge entschädigt.

                              Olé.

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                              • 8 .5

                                Spanische Thriller sind mir oftmals die Liebsten. Wie schon "The Body" und "Sleep Tight" gefiel mir auch dieser hier richtig gut. Die Story ist sehr einfallsreich und packend. Eindrucksvolle Charaktere reißen den Zuschauer mit. Man fängt an zu Rätseln und sich Theorien auszudenken. Der Film baut an Spannung auf und steckt voller Geheimnisse. Erstklassig inszenierter Popcorn-Mitfieber-Streifen. Spektakuläres Ende! Ein Tipp für alle Fans des Genres!

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                                • 8 .5
                                  Kill_Diether 15.04.2017, 21:44 Geändert 15.04.2017, 21:45

                                  Erfrischend originelle Schauspieler; viel besser als die bekannten
                                  Hollywood-Gesichter.
                                  Die Story selbst hat eine authentische Komplexität, ist also vielschichtig und dabei stets glaubhaft; und zwar aus verschiedenen Perspektiven.
                                  Es könnte echt so gewesen sein, denn gerade erfolgsorientierte Menschen könnten sich tatsächlich so verhalten. Oder auch intelligente Menschen,
                                  die schwer betrogen wurden.
                                  Hier kann sich der gekünstelte deutsche Schwachsinn a la "Tatort & Co" mal 'ne extradicke Scheibe abschneiden.

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                                  • 6 .5

                                    Na gut, schlecht war er ja nicht. Jedoch wusste ich ziemlich schnell wer Virginia Goodman war, da war der Handlungsstrang doch zu sehr vorhersehbar. Aber Hitchcock hätte seine Freude bei diesem Film gehabt.

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                                    • 6 .5

                                      Solider und unterhaltsamer Krimi. Die teils überschwänglichen Kritiken der MP-Community könnten jedoch für Enttäuschung sorgen.

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                                      • 9 .5

                                        Interessanter und spannender Thriller, der durch grandiose Schauspieler besticht. Die Story ist an sich simpel: In Rückblenden (durch ein Gespräch zwischen einem Angeklagten und seiner Verteidigerin) wird ein mysteriöser Mordfall beleuchtet. Bei dem Opfer handelt es sich um die Geliebte des Angeklagten und die Umstände des Mordes sind ziemlich undurchsichtig.
                                        Diese Rahmenstory ist denkbar simpel und lässt somit genügend Platz für Nebenplots (die aber alle in das Große Ganze hineinspielen). Zum Glück verrennt sich die Story dadurch nicht, sondern bietet einige sehr interessante (allerdings auch einige vorhersehbare) Wendungen.
                                        Spannend wird der Film vor allem durch das ständige Hin und Her zwischen den verschiedenen Versionen, die Verdächtiger und Verteidigerin ausbreiten, denn hier herrscht nicht unbedingt immer das Miteinander, das zwischen Verdächtigem und Verteidigerin eigentlich herrschen sollte, vor, sondern im Gegenteil oft genug ein Gegeneinander.
                                        Absolut sehenswert!

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                                        • 9

                                          Sehr genial! Einfallsreich, packend, faszinierend. Spanischer Film in diesem Genre ist mittlerweile fast gesetzt!

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                                          • 9

                                            Die Spanier ... Meister der morbiden Faszination überzeugen auch mal mit einem wendungsreichen Edelthriller. Olé !

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                                            • 7 .5

                                              Sehr spannender Film, der einen von Anfang an packt und durchgehend fesselt.
                                              Das Ende war einfach nur stark.

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                                              • 7

                                                Verdient sich locker 7 Punkte. Hätten auch mehr werden können, sehr kurzweiliger Thriller. Am Ende wird meiner Meinung nach zu viel gespielt mit "was geschah wirklich", die Auflösung am Ende war jedoch überraschend und stark.

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                                                • 8

                                                  Sehr geil!! Spannend. Fesselnd. Abwechslungsreiche Wendungen. Super gespielt. Toll inszeniert. Absolut sehenswert.

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                                                  • 8

                                                    Die Dämlichkeit der Protagonisten am Anfang des Filmes hinsichtlich ihrer getroffenen Entscheidungen, war schon sehr absurd. Was dann aber folgt ist ein sehr gutes Kammerspiel in dem immer wieder neue Versionen der Geschichte erzählt werden. Ein Kampf um die Wahrheit und "ohne Leiden gibt es keine Erlösung".
                                                    Das Finale kam für mich dann doch überraschend und ich muss sagen, ein sehr gelungener Thriller aus Spanien.

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