Deepwater Horizon - Kritik

Deepwater Horizon

US · 2016 · Laufzeit 108 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Drama, Thriller · Kinostart
Du
  • 7

    Wäre am Anfang das Skype-telefoniere weggelassen worden, wäre der Film noch besser weggekommen.

    Ich bin richtig erstaunt gewesen, wie gut der Film geworden ist. Natürlich macht der Film auch noch mal Wut auf verantwortliche Personen. Aus dieser Sicht ein Film, welcher hätte lieber 100%ige Fiktion sein sollen.

    • 5 .5

      Starke Besetzung mit guten Special Effects. Die Schauspieler machen ihre Sache gut und zum Schluss hat mich der Film auch zu tränen gerührt. Irgendwie bleibt aber das Gefühl das man noch mehr aus dem Film rausholen konnte.
      Fazit: Nette aber kurzweilige Unterhaltung.

      • 8
        MCsebi 21.07.2017, 00:38 Geändert 21.07.2017, 04:20

        Wow! Dass Peter Berg ein Händchen für wuchtig-realistische Action hat, konnte man bereits in LONE SURVIVOR (2013) sehen, welcher jedoch desöfteren wegen seiner patriotischen Grundhaltung kritisiert wurde. Und auch das auf wahre Ereignisse basierende Action-Drama DEEPWATER HORIZON spart nicht unbedingt mit Pathos, auch wenn es nicht so extrem ist wie im zuvor genannten Antikriegsfilm.
        Doch das störte mich damals nicht und das tut es auch diesmal nicht! Denn fernab von Diskussionen darüber, ob das Gezeigte nun faktengetreu ist oder ob die ein oder andere Darstellung nicht doch zu viel typisch amerikanische Glorifizierung aufweist, ist DEEPWATER HORIZON ein wahres Brett von einem Film!
        Peter Berg versteht es, gekonnt Spannung aufzubauen. Die gesamte erste Hälfte wird genau das getan, und das, obwohl nichts passiert, außer dass der Zuschauer mit der Gesamtsituation, den Figuren und der Umgebung bekannt gemacht wird. Soll heißen, die eigentliche Katastrophe findet erst nach fast einer Stunde statt. Doch anstatt sich bis dahin zu langweilen, präsentiert der Regisseur eine Spannungskurve wie aus dem Lehrbuch, bei der die Einführung von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre erschafft und diese Stück für Stück aufbaut, wobei wirklich alles auf einen einzigen Höhepunkt zusteuert. Gerade die letzten Minute vor der Katastrophe, wenn die Erkenntnis des Bevorstehenden den Schrecken in die Gesichter treibt, erzeugen eine geradezu bebende Anspannung beim Betrachter (eine weitere Parallele zu LONE SURVIVOR, dessen Spannung nach genau demselben Muster aufgebaut wird). Am Anfang gibt es eine glückliche Familienstimmung, es wird gelacht, rumgealbert und alle sind locker- doch im Laufe der Zeit werden nicht nur die Figuren im Film immer ernster und nervöser, der Zuschauer wird es ebenfalls.
        Wenn es dann aber losgeht und das Unglück seinen Lauf nimmt, dann so richtig! Da wird alles auf der Bohrinsel gesprengt, was nicht bei drei auf dem Baum ist. Ventile zerbersten unter ernormen Druck, riesige Matsch- und Öl-Fontänen schießen aus jeder undichten Stelle, Menschen und Türen und Glaßsplitter und alle möglichen Metallteile werden herumgeschleudert, die Luft ist erfüllt von Feuer und Rauch. Es wird geschrien, geblutet, gerannt, geweint und gestöhnt. Es kracht, knarrt und zischt an allen Ecken bis sich buchstäblich die Balken biegen, die Gefahr ist allgegenwärtig. Ein Entkommen steht nicht in Aussicht, denn man ist umgeben von nichts als Wasser. Ab diesem einen Höhepunkt entfacht DEEPWATER HORIZON eine wahre Zerstörungs-Orgie, die den Betrachter alles um einen herum vergessen lässt und ihn immer tiefer in seinen Sitz drückt. Dabei wird ihm bis zum Schluss keine Pause gegönnt, gnadenlos prescht das Drama der Verwüstung weiter und hinterlässt nichs als Leid bei allen Betroffenen.
        Was diesen Survival-Kampf jedoch wirklich um einiges intensiver macht als aus ähnlichem Holz geschnitzte Katastrophen-Filme (wie z.B. DAYLIGHT oder POSEIDON), ist die Tatsache, dass er es schafft, den Zuschauer mit ins Geschehen zu reißen, ihn also über den Status des reinen Beobachters hinauszuheben. "Mittendrin statt nur dabei" lautet hier die Devise. Das ist nicht nur Peter Bergs wuchtiger Inszenierung der Geschehnisse zu verdanken, sondern auch der grandiosen Kamera, welche immer an den Protagonisten "klebt" und einige beeindruckende Einstellungen wie Bilder zu bieten hat. Man verliert nur selten den Überblick über das Geschehen, dennoch fängt die Kamera die chaotische Atmosphäre perfekt ein.
        Hinzu kommt, dass einem die Figuren ausnahmsweise nicht am Allerwertesten vorbei gehen, sondern man durchaus mit ihnen mitfiebern kann (auch wenn man auf keinen Fall die ganz große Characktertiefe erwarten sollte). Der stargespickte Cast macht, was er machen soll. Nicht mehr, nicht weniger. Mark Wahlberg war schon immer ein solider Schauspieler, ohne jemals den ganz großen Wurf zu bieten, aber auch ohne zu enttäuschen. Neben ihm sieht man noch die in die Jahre gekommenen Schauspielgrößen Kurt Russel und John Malkovich, Kate Hudson in einer kleinen Rolle als Frau des Hauptdarstellers und Newcomer Dylan OBrien (MAZE RUNNER). Und auch hier sind die Figuren wie zu erwarten eher Mittel zum Zweck. Doch der Fokus liegt eh auf der technischen Seite und da ist der Film meiner Meinung nach perfekt! Sowohl jeder Sound- als auch jeder Bild-Effekt sitzt da, wo er sitzen soll. Peter Berg verzichtet größtenteils bewusst auf CGI und lässt stattdessen die Pyrotechnik für sich sprechen. Dazu wurde mal eben eine komplette Bohrinsel nachgebaut, welche wahrscheinlich eines der aufwändigsten Filmsettings der letzten zehn Jahre darstellen dürfte! Man hatte die nötige Zeit, das nötige Geld und man hat viel Wert auf Realismus bezüglich der Abläufe und der Funktionsweise einer solchen Bohrinsel gelegt, wenn man mich fragt sieht man das dem Film zu jeder Sekunde an.
        Dass DEEPWATER HORIZON auf einer wahren Begebenheit basiert, Fotos und Namen der Verstorbenen zum Schluss einblendet und allen Betroffenen somit Tribut zollt, sorgt letzendlich für den emotionalen Ankerpunkt in diesem Acion-Getöse, der, zumindest bei mir, kurzzeitig für Gänsehaut gesorgt hat. Da wären wir übrigens wieder bei LONE SURVIVOR (keine Ahnung warum ich die ganze Zeit Bezug darauf nehme :D), welcher ebenfalls auf einer wahren Begebenheit beruht und die Opfer im Abspann würdigt.
        Lange Rede, kurzer Sinn: DEEPWATER HORIZON ist laut, brachial und technisch perfekt, weiß das Publikum in seinen Bann zu ziehen und zum Schluss sogar emotional zu erreichen. Gleichzeitig handelt es sich um eine respektvolle Erinnerung an diese schon fast wieder in Vergessenheit geratene Katastrophe und eine ehrenvolle Würdigung der Verstorbenen. Kein tiefgründiges Meisterwerk, aber ein wahrlich bombastisches Erlebnis, das seiner Bezeichnung als Action-Drama mehr als gerecht wird.

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        • 9

          Action kino der Superlative , angesichts der Tatsache das der Film auf einer wahren Begebenheit beruht natürlich umso dramatischer in seiner Wirkung

          • 7 .5

            Gefiel mir besser als "Sully".

            • 6 .5

              Ein Film, der gänzlich ohne Überraschungen auskommt - und das ist die eigentliche Schwäche des Films. Solides Actiondrama durchweg, aber irgendwie verliert sich der Film in Beliebigkeit.

              • 5 .5

                Die Sprüche waren recht flott, was mir gut gefallen hat. Dennoch konnte der Film mich nicht so richtig packen. Vielleicht auch weil ich so eine Bohrinsel grundsätzlich als langweilig empfinde. Am Ende gibt es natürlich spektakuläre Bilder, aber davor hatte ich einige Momente der Langeweile und besonders emotional wurde es auch nur mit Abstrichen am Ende. Ein Okay-Film, keiner der Marke "top".

                • 7
                  hallidalli 05.06.2017, 01:39 Geändert 05.06.2017, 01:44

                  Deepwater Horizon fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht so gut wie den zuvor gesehenen San Andreas. Blöd war das man hier Platz gebunden war und nicht viel mehr zeigen konnte als die Bohrplattform. Trotz logischer vielen vielen Explosionen wegen Benzin, Erdgas und Öl wollte der Funke nicht so zu mir überspringen. Schauspielerisch drang hier wenig durch, der Ölnebel war wohl etwas zu dick.

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                  • 8 .5

                    Peter Berg und Mark Wahlberg haben mich schon in Lone Survivor überzeugt. Ich habe mich für Deepwater Horizon auf einen netten Katastrophenfilm eingestellt, wie man ihn schon häufiger gesehen hat. Doch der Film ist so viel mehr, als ein einfacher Katastrophenfilm. Peter Berg nimmt sich neuerdings immer wahre Geschichten vor, die noch nicht so lange zurück liegen. Und er inszeniert diese Filme mit so viel Feingefühl und Respekt, dass man jedes mal verblüfft ist. Hinzu kommt ein grandioser Mark Wahlberg, der mal wieder auf einem hohen Niveau spielt.

                    Mike Williams arbeitet auf der Bohrinsel Deepwater Horizon. Er lebt ein glückliches Leben mit seiner Frau und seiner Tochter. Doch seinen aktuellen Arbeitstag wird er so schnell nicht vergessen. Nach einigen Diskussionen mit BP Mitarbeitern, kommt es auf der Deepwater Horizon zu einem fatalen Unglück. Die Ölplattform fängt Feuer und es kommt zu verheerenden Explosionen. Mike versucht nun mit aller Macht, seine Kollegen zu retten. Doch viele sind schwer verletzt und nicht alle schaffen es von der Insel.

                    Es ist die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. Über 700 Millionen Liter Öl sind in den Golf von Mexiko ausgelaufen. 11 Menschen sind bei diesem Unglück gestorben. Es ist einfach kaum vorstellbar. Peter Berg hat dieses katastrophale Ereignis absolut beeindruckend auf die Kinoleinwand gebracht. Allein die handgemachten Settings und Effekte sind im höchsten Maß beeindruckend. Der Film ist großartig inszeniert, sämtliche Figuren wirken authentisch und die Schnitttechnik ist wahnsinnig gut. Alles sieht so unbeschreiblich echt aus, dass man fast nicht glauben kann, dass es sich nur um Filmrequisiten handelt. Nur der Start des Films ist etwas schleppend, doch nach 20 bis 30 Minuten wird man dafür erstklassig entschädigt.

                    Was Mark Wahlberg hier schon wieder für eine Leistung vollbringt, ist wie so oft faszinierend. Der Typ besteht einfach in jedem Genre und immer gibt er 100%, egal wie schlecht der Film ist. In Deepwater Horizon überzeugt er sowohl als Familienvater, als auch als Mitarbeiter der Deepwater Horizon. Da Wahlberg als Hauptcharakter fast den gesamten Film einnimmt, bleiben die Nebendarsteller etwas auf der Strecke. Kurt Russel sehe ich immer sehr gerne und er überzeugt auch in seiner Rolle, obwohl er nicht so viel Screentime bekommt. John Malkovich spielt mal wieder einen richtigen Widerling. Er ist wie gemacht für solche Rollen. Schade nur, dass auch er im späteren Verlauf von der Bildfläche verschwindet. Kate Hudson überzeugt als starke Ehefrau und sorgt für emotionale Momente. Ein kleines Highlight war für mich die kleine Stella Allen, die Wahlbergs Filmtochter spielt und für den ein oder anderen Schmunzler sorgt.

                    Fazit : Beklemmend, dramatisch und optisch überwältigend. Deepwater Horizon hat mich wirklich überrascht. Er ist besser als viele andere Katastrophenfilme, weil er erstklassig inszeniert ist, authentische Figuren hat und eine beeindruckende Atmosphäre hat. Das Ende ist fast identisch mit dem Schluss von Lone Survivor, denn auch hier sehen wir am Ende die echten Menschen von der Deepwater Horizon. Und so etwas liebe ich grundsätzlich bei Filmen, die auf einer wahren Begebenheit beruhen.

                    8,5/10

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                    • 5 .5

                      Was führte tatsächlich zur Verkettung von unglücklichen und/oder nachlässigen Umständen, die die Ölplattform im Golf von Mexico explodieren ließ ? Was waren die Folgen für die Umwelt ? Welcher Schaden entstand BP ? Was ist mit der grössten Umweltkatastrophe in der Geschichte der Ölplattformen ? Was bedeutete das für den Golf von Mexico ? Was ist mit den 4,5 Mrd. US-Dollar Strafe vom US-Justizministerium, gefolgt von 38 Mrd. US-Dollar Rückstellung von BP ? Wir erfahren: Nichts davon !!

                      Überheblichkeit und Ignoranz von BP-Bossen gepaart mit Profitgier führten zur Einsparung von Sicherheitstests und Einbau von notwendigen hochwertigen Materialien. Weil die auch wieder Geld kosten.

                      Das alles lässt Regisseur Peter Berg (Operation: Kingdom) jedoch im Dunkeln. Ihm geht es einzig und allein um das Schicksal der Männer. So dümpelt der Film eine gefühlte Ewigkeit mit lockeren Arbeitssprüchen zwischen den Kollegen vor sich hin, während nur der Score bedrohlich anwächst. Bis Berg schliesslich die Hölle auf Erden loslässt.

                      Wir erleben unsere Hauptdarsteller Mark Wahlberg und den altgewordenen, aber guten Kurt Russell in einem Flammeninferno, das sich gewaschen hat. Berg will uns hier eindeutig zeigen, was eine Katastrophe auf einer Ölplattform bedeutet. Doch wie er John Malkovich verschlammt aus der Szenerie entfernt, ist eines Malkovich nicht würdig. Leider beschränkt sich Berg in seiner Dramaturgie auf die folgende Effektorgie, und zuvor einen locker frechen Ton der Bohrinselprofis gegenüber den BP-Heinis an Bord.

                      Steve Jablonsky (Die Insel) weiß, wie man Bombastscores schreibt. Sein Score hämmert lange dezent vor sich hin, um die nahende Katastrophe anzukündigen, um dann eruptiv auszubrechen.

                      Doch die Schwäche des Films liegt eindeutig in der viel zu knappen Beleuchtung der Hintergründe. Vieles von dem Gelaber der ersten Stunde hätte sich Berg sparen können, und am Ende noch eine spannende halbe Stunde dranhängen können mit Diskussionen zwischen Verantwortlichen und Gerichtsprozessen und den Folgen für die Umwelt. Aber er trollt sich von der Szenerie mit einem PopSong wie ein feiger Anfänger. So bleibt der Nachruf zu Pop-Musik und Einblendung der echten Toten hilflos im leeren Raum, und nur ein billiges Mittel zur weiteren Dramatik.

                      Fazit: Wer gerne auf einer Bohrinsel arbeiten möchte, findet hier schöne Bilder. Und bekommt schon mal Einblick in ein Schreckensszenario, das er hoffentlich so nie erleben wird. Leider muss man aufgrund der extrem einseitigen Beleuchtung fette Punkte abziehen. Schade.

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                      • 5 .5

                        Oft ist weniger mehr, diese ewig lang dauerenden Explosionen waren schon sehr übertrieben und mühsam. Und ist halt wieder dieser typisch, amerikanischer Film. Der Filminhalt an sich war gut, aber die Spannung konnte aufgrund der andauernden Explosionen kaum aufrecht erhalten werden.

                        • 7 .5
                          Kill_Diether 13.05.2017, 12:00 Geändert 13.05.2017, 12:01

                          "Basierend auf wahren Begebenheiten" trifft den Nagel auf den Kopf. Denn insbesondere die Charaktere, welcher dieser Basis entnommen sind, werden als Hollywood-Helden gezeigt. Somit verliert der Katastrophenfilm an Authentizität. Das Angedichtete wird aber sehr gut durch die tollen Schauspielerleistungen ausgeglichen.
                          Endlich mal wieder Kurt Russell in einer coolen Rolle. Wahlberg und Malkovich und die anderen passen auch prima.
                          Insgesamt ist das Thema hochinteressant. Die technischen Vorgänge sind so gut umgesetzt, das sie nachvollziehbar sind. Weils eben auch auch ein Blockbuster sein soll, fehlt es nicht an spannender Unterhaltung, mit wuchtigen Effekten, die einen gewaltig staunen lassen.

                          • 6 .5

                            Ein Katastrophenfilm der guten, alten Machart: wie damals in den 70ern nimmt man sich viel Zeit, um erst einmal die Charaktere vorzustellen: wie sie ticken, welchen Job sie haben, wie der Alltag aussieht. Erst langsam schliddern sie in die Katastrophe hinein, die natürlich bei solch einem Budget entsprechend realistisch dargestellt wird. Sehr spannend gemacht und gerade anfangs sehr um Realitätsnähe bemüht. Was mir allerdings negativ aufgefallen ist, ist die sehr einseitige Schuldzuweisung: während der BP-Verantwortliche (mit John Malkovich toll besetzt) recht schnell als Bösewicht feststeht, behalten die restlichen (amerikanischen) Beteiligten alle eine weiße Weste: Halliburton wird imho gar nicht erwähnt, genauso der Minerals Management Service, der für die nicht vorhandenen Notfallpläne verantwortlich war. Ok, BP war wohl der Hauptschuldige, die anderen hätte man aber gerne erwähnen dürfen. Trotzdem ein wirklich spannender, im positiven Sinne altmodischer Katastrophenfilm.

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                            • 7

                              Wenn auch "Deepwater Horizon" in seiner Gänze kaum als Anti-Fossile-Energien-Statement bestehen mag, so bleiben ein paar unbeholfene Seitenhiebe auch hier nicht aus, welche sich aber eher auf Bemerkungen beschränken a la "wir arbeiten ja auch nur, um den Treibstoff für die Fahrt zur Arbeit bezahlen zu können". Und auch das finale Feuerinferno, welches sich auch ein Dante Alighieri nicht infernaler hätte ausmalen können, lässt das schwarze Gold in einem gänzlich anderen Licht erscheinen.
                              In Zeiten, in denen Elektromobilität und alternative Energien in aller Munde sind, da der Klimawandel auch in hiesigen Gefilden immer bemerkbarer wird, könnte ein Film wie "Deepwater Horizon" auch nachhaltigere Wirkungen entfalten - wenn auch unterschwellig.
                              Doch was sich letztlich als sehr spannendes Katastrophenkino entpuppt, wie man es in dieser Intensität nur selten zu Gesicht bekommt, ist in keinster Weise ein grün gewaschenes Öko-Drama, sondern eine relativ genaue Deskription der dramatischen Ereignisse im Gewand eines großen Action-Abenteuers. Ein Schauspieler wie Mark Wahlberg mag da auf dem Papier wie der perfekte Held klingen, sein Wirken beschränkt sich hier jedoch weniger auf pathetische Heldenaktionen, sondern er bietet einen realistische Kombination aus Teamleader und Familienvater, der in diesen Situationen über sich hinaus wächst. Auch in anderen Rollen brillieren diverse Charakterköpfe.
                              Somit bleibt bei aller Unterhaltsamkeit ein fader Beigeschmack, immerhin verloren damals insgesamt 11 Menschen ihr Leben. Doch mutiert Peter Bergs Actiondrama damit weder zu einem moralingesäuerten Pathos-Drama noch zu einem überkandidelten Actionfilm. Es bleiben immer die Menschen, die auf der Bohrinsel um ihr Leben kämpften, im Mittelpunkt.

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                              • 7 .5
                                greenkeeper 24.04.2017, 18:15 Geändert 24.04.2017, 18:18

                                Beschränkt sich meiner Meinung nach in der Darstellung zu sehr auf den eigentlichen am Ende superexplosiven Hergang der Katastrophe. Die Ursachen werden zwar angedeutet, sind für einen Laien in dieser Materie wie mich aber kaum zugänglich. Vielleicht hätte man sich auch noch ein wenig Zeit für die daraus resultierenden Umweltzerstörungen und den anschließenden Gerichtsprozess nehmen sollen. Das Ende ist somit für mich ein wenig unbefriedigend. Trotzdem spannende Unterhaltung mit Schauspielern denen man das auf einer Bohrinsel leben und arbeiten durchaus abnimmt. Da kommt ganz bestimmt keine Langeweile auf. Hat mir gut gefallen.

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                                  Marzellus 24.04.2017, 11:18 Geändert 24.04.2017, 11:42

                                  Zu Beginn (bemüht) auf Realismus getrimmter Katastrophen-Thriller, der in der zweiten Hälfte zur reinen Survival-Action wird, dabei aber kaum (zu) übertrieben wirkt. Gefiel mir gut.

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                                  • 10

                                    Hat mir dermaßen gefallen der Film. Die erste Stunde ist wirklich eher ruhig aufgebaut, da erst einmal alles erklärt wird und der Zuschauer auf der ölplattform eingeführt wird. Aber die zweite Stunde ist ja mal dermaßen geil an Action und Spannung! Einfach nur hamma! Und da ich Mark Wahlberg sowieso als Schauspieler sehr mag, macht dies den Film umso besser.

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                                      Peter Berg war sicher nicht der falsche um diesen Stoff - wenn es denn einer wäre - umzusetzen. Die Katastrophen-Action ist dabei fast makellos und packend gelungen. Dass nicht mit der notwendigen Portion Hintergrund oder Kritik zu rechnen war, wurde bald schon klar und das heroische Hollywood-Element hat wieder mal die Überhand gewonnen.

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                                        Deepwater Horizon baut über eine knappe Dreiviertelstunde die Charaktere auf, erläutert in groben Zügen wie es zu dem Unglück kam und ist sehr daran interessiert, die kommende Dynamik einzuleiten. Doch Peter Berg wäre nicht Peter Berg, wenn er nicht auch auf audiovisueller Basis ein Spektakel zeigt. Und in Sachen Dramatik und Intensität hat Deepwater Horizon ordentlich etwas auf dem Kasten! Die Spannung ist stellenweise so nervenzerfetzend, dass man beginnt an den Fingernägeln zu kauen. Das Heimkino wird erschüttert von umherpeitschenden Ölfluten, verschlingenden Feuerwalzen und brodelnden Beben. Die Suche nach Überlebenden gestaltet sich als angespanntes Aussitzen, man bangt regelrecht, dass die Zeit vergeht. Die Stimmung hält dann auch tatsächlich für den Rest der Laufzeit an, bevor im Abspann die Honorierung der Gestorben ansteht. Vielleicht geht die Inszenierung einige Charaktere nur oberflächlich an, vielleicht ist die Exposition etwas zu überspannt und vielleicht sind die „Bösewichte“ auch nur klischeebehaftete Arschlöcher, aber wenn das Inferno losbricht, gibt es keine Zeit mehr für Atemzüge, was Deepwater Horizon letztendlich auch so sehenswert, wie erschütternd macht!

                                        Das ist Katastrophenkino, dass sich seiner Herkunft bewusst ist und seinen Charakterbezug im Laufe verliert. Dafür zückt er in der zweiten Hälfte jedoch eine überwältigende Bilderflut, bei dem das Schicksal des schuftenden Amerikaner im Mittelpunkt steht. Der bundesweite und internationale Flop ist leider wirklich schade! Gerade solche Filme wie Deepwater Horizon müssen einfach auf der gigantischen Leinwand gesehen werden.

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                                          Menschliche Gier und technisches Versagen bilden in Peter Bergs Deepwater Horizon eine Symphonie der Zerstörung. Erschreckend schön!

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                                            Unterhaltsamer Actionfilm mit Starbesetzung. Ganz klar war Russel hier mein Favorit - er spielt gewohnt solide mit seiner typisch coolen Art.
                                            Neben all der Action, den eindrucksvollen Bildern und der Tatsache, dass die Story auf einer wahren Begebenheit beruht, fand ich den Beginn des Films jedoch ein wenig zäh geraten. Die Vorstellung der Charaktere und ihrer Aufgaben trägt zwar mit zur emotionalen Bindung bei, hätte aber abgekürzt werden können.
                                            Fazit: Endlich ein Actionfilm, der ohne Gekloppe, Autorennen und wilden Schiessorgien auskommt. Jedoch hätte auch meiner Meinung nach der Umweltaspekt ein wenig mehr in den Vordergrund gerückt werden müssen.

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                                              Dieser Film ist in der Tat gut gemacht und weckt Mitgefühl, für all jene, die das Unglück hart getroffen hat.

                                              All jene? Leider nur auf die Menschen bezogen. Die Geschichte hätte definitiv mehr Potenzial gehabt, bleibt aber auf einer hollywoodtypischen tränendrüsenerreichenden Ebene recht nah an der Oberfläche.
                                              Dabei sind doch die richtigen Ansätze vorhanden, gehen aber im Effektgewitter und in Belanglosigkeit unter. Ich hätte mir etwas mehr Gesellschaftskritik gewünscht und - natürlich - einen Bezug zu den Folgen für die Natur. Schließlich hätte der Film, so kommerziell wie er schlussendlich aufgezogen wurde, viele Menschen erreicht.

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                                                Judge_Manuel 13.04.2017, 22:50 Geändert 13.04.2017, 22:53

                                                Mit Peter Berg und Mark Wahlberg hat sich offenbar ein neues Dreamteam in Hollywood gefunden. Patriots Day hab ich zwar noch nicht gesehen, aber Lone Survivor und das bildgewaltige Katastrophendrama Deepwater Horizon hab ich bereits in meine LF Liste aufgenommen.

                                                Auch wenn dieser Film nicht perfekt ist, und durchaus auch seine Macken besitzt, hat er mich dennoch aus den Latschen gerissen. Die Effekte fand ich teilweise etwas nervig, und die "Natur"-katastrophe wurde leider auch mit keinem Wort erwähnt. Eine Tatsache die dann doch eine Erwähnung Wert gewesen wäre. Ein paar Worte hätten schon gereicht um auch diese wichtige Thematik noch unterzubringen. Nichtsdestotrotz hat mir der Film die Gänsehaut regelrecht aufgezwungen. Deepwater Horizon konzentriert sich in erster Linie auf die Geschehnisse auf der Bohrinsel. Wer welche Entscheidungen, und warum sie so getroffen wurden, und in weiterer Folge wird natürlich der Überlebenskampf der Besatzung dieser riesigen Ölbohrinsel eindrucksvoll und actionreich auf die Leinwand gezaubert. Also ich war emotional total fertig, die Spannung war kaum zu ertragen und der bombastische Sound tat sein übriges um daraus ein wuchtiges Filmerlebnis zu machen. Ein Darstellerensemble aller höchster Güte gepaart mit einer einfachen aber dennoch mitreißenden story entwickelt sich zum puren Nervenkitzel für den Zuschauer. Ich hab durchgehend mit den Protagonisten mitgefiebert, der Film hat mich von Sekunde 1 an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen und konnte mir letztendlich sogar ein winziges Tränchen entlocken ;)
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                                                Fazit: Nicht perfekt, aber wenn mich ein Film so mitreißt und mir den Puls so dermaßen in die Höhe treibt dass mir in manchen Momenten fast die Luft wegbleibt, dann habe ich immer freien Platz in meiner LF Liste. Da kann der Film noch sie viele negative Kritikpunkte aufweisen, im Grunde geht es doch um die Gefühle und Emotionen die ein Film in uns auslöst. Und hier habe ich wieder mal ordentlich mitfühlen und mitfiebern können :)

                                                10
                                                • 7

                                                  Der Film ansich ist auf jeden Fall gute Arbeit.

                                                  Was mir schlecht aufstößt ist die (wieder einmal) völlig zur Nebensache erklärte Naturkatastrophe. Ja, tragisch dass 11 Menschen sterben mussten bei einem Unglück dass wir (Menschen) selbst heraufbeschworen haben! Statt zu zeigen wie die Überlebenden sich wieder in die Arme nehmen, hätte ich mehr feingefühl erwartet gegenüber dieser unfassbaren Katastrophe für die Tierwelt. Schade drum.....am Ende muss es eben Helden geben :/

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                                                  • 7 .5

                                                    Endlich mal wieder ein Katastrophenfilm der NICHT vom CGI Wahnsinn aufgefressen wird. Peter Berg erschafft unglaubliche Bilder, diese machen die große Katastrophe erst richtig greifbar.
                                                    Die Cast ist fantastisch, der Spannungsbogen behält durchweg ein hohes Level.
                                                    Was mich hier am meisten überrascht hat, das der Film keine übermenschlichen Superheros huldigt, sondern all den Menschen die diese Unglück erlebt haben.
                                                    Faszinierender Blockbuster!

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