Death Note - Kritik

Death Note

US · 2017 · Laufzeit 101 Minuten · Horrorfilm, Thriller, Fantasyfilm
Du
  • 2 .5
    lieber_tee 24.09.2017, 20:57 Geändert 26.09.2017, 09:06

    Wenn Vorzeige-Cheerleader rauchen…
    Ich bin grundsätzlich wohlwollend und offen für amerikanische Live-Action-Adaption von bekannten Mangas aus Japan, da ich glaube, dass sie nicht 100% treu der Quelle sein müssen, wenn sie ihre eigene, neue Interpretation finden, andere formale Mittel bedienen und die vermeintliche kulturelle Identität des Originals mit einer möglichen US-Amerikanischen Mythologie ergänzen. Das ist dann nicht Whitewashing sondern künstlerische Freiheit.
    Adam Wingard war vor Jahren einer der vielversprechendsten Regisseure des Horror-Genres. Nach seinen schwachen Produktionen Outcast und Blair Witch Project 2016 hatte ich kaum noch Erwartungen an ihm. Wie schafft er den Spagat zwischen dem Kult und der Komplexität der Vorlage hinzubekommen und gleichzeitig ein massentaugliches Produkt für den heimischen Markt zu erschaffen? Er schafft es gar nicht, nicht einmal ansatzweise. Das Ergebnis ist katastrophal. Wir können wohl davon Abschied nehmen, das Wingard jemals wieder ein gelungenes Projekt auf die Beine stellen wird.
    Das Problem mit Netflix's Death Note ist, dass es so gut wie gar nicht das Wesen des Quellmaterials berücksichtigt, stattdessen nur Hollywood-Stereotype bedient, in Form von Action, Teen- Romantik und übernatürlichen Thriller. Schon die Original-Serie ist nicht sonderlich rund, hat aber einige interessante Ideen. Die Sucht nach jugendlicher Allmacht, die Verantwortung in sozialen Fragen, Menschen als Werkzeug der Manipulation. Death Note ist eigentlich eine nihilistische und satirische Macht- bzw. Gerechtigkeits-Studie. Von dieser beunruhigenden Thematik ist in Wingards Film nichts zu spüren. Er schafft es nie den Protagonisten ausreichend in seinem Gottes-Komplex zu reflektieren. Der Versuch den jugendlichen Geist des Mangas in den Film zu transportieren bedeutet nur gedämpfte Grautöne in stylischen Neon-Noir-Touch mit flotter Indie-Musik, wo am Ende der missverstandene Held erlöst wird. Anzusprechen, dass hier eigentlich ein Irrer am Werk ist, bzw. ein Gefangener seines Selbst, traut sich der Film nicht. Das makabere Spiel um Gerechtigkeit wird zu einer unausgegorenen und übereilten Mischung aus Terror, Komödie und Spannung, das geistige Schachspiel zwischen Light, L und dem Todesgott zu einer geistigen Null-Nummer.
    Letztlich stehen wir vor einem Film, der nicht weiß was er will, nie das Wesen des Originals verstanden hat, geschweige denn übertragen kann.
    2,5 Notizbücher aus dem Himmel.

    18
    • 5

      Die Anime Serie lebt von dem intellektuell kriminalistischen Spiel der Hauptfiguren - trotz einiger Schwächen und Logikfehlern. In dem Film wird genau das nicht verfolgt. Besonders "L" ist in dem Film einfach gestrickt.

      Vertane Chance um die wirklich gute Besetzung und das Potenzial der Story.

      • 5 .5
        DavinaDacrima 21.09.2017, 08:12 Geändert 21.09.2017, 08:16

        Ich denke, wenn man dem Anime nicht gesehen hat, macht der Film vielleicht sogar Spaß. Hab ihn mit einem Kollegen gesehen, der im Gegensatz zu mir keinen Vergleich hatte & ihn fantastisch fand. Ich versuchte keine Vergleiche zu ziehen, freute mich sogar sehr auf den Film.
        Ich war hin und hergerissen. Stellenweise hat das Teil echt Bock gemacht aber auf der anderen Seite waren die Schwächen zu krass. Teilweise würde ich schon von Vergewaltigung des Anime sprechen. Hauptdarsteller jedoch sehr sympathisch, optisch alles fein aber ansonsten wirkt es einfach kalt und lieblos. Vielleicht macht ein 2. Teil noch was gut?!
        Idk.

        • 7

          SPOILERWARNUNG

          Auch wenn mich jetzt dafür alle Anime Liebhaber hauen, muss ich zugeben, dass ich den Film echt ganz cool fand.
          Willem Dafoe (bin ich die Einzige, die bei dem Namen an die HIMYM Szene im Fahrstuhl denkt und den Namen nicht mehr ohne diese Untermalung sagen kann; Willem. Dafooooe) war super in der Rolle des Ryuk!

          Bin in die Einzige, der die Freundin so heftig auf die Nerven ging? Puh, die war echt richtig schrecklich! Dafür gibts die Punkte Abzug :-D

          Das Endszene mit dem Riesenrand und dann später der Verlauf im Krankenhaus fand ich von Light ziemlich geil durchdacht. Muss ja zugeben, ich wäre da nicht drauf gekommen und einfach direkt draufgegangen... Tja, schade für mich.

          Auch, wenn ich den Film sicherlich nochmal sehen werde, habe ich durch ihn die Lust bekommen, doch mit dem Anime zu beginnen. Bin mal gespannt, ob sich meine Bewertung danach nochmal ändert... Die Hälfte hab ich innerhalb von 2 Tagen schon durch :-D Aber ist ja eigentlich schon klar, dass eine Serie viel umfangreicher Stories erzählen kann, als ein Film, der nicht mal 2 Stunden geht.

          1
          • 8

            "Death Note" gehört zu den besten Netflix-Produktionen der letzten Jahre und wirkte auf mich wie ein toller Genremix aus Final Destination und dem Klassiker Wishmaster.

            Der Film bietet eine spannende und temporeiche Story die Adam Wingard bis zum Finale auf ganz hohen Niveau halten kann.
            Die Figur Ryuk (William Dafoe) empfand ebenfalls als etwas ganz besonderes, ich kann nur hoffen das wir ihn und sein Death Note nochmals in einer Fortsetzung zusehen bekommen.
            Zu Inszenierung kann ich nur sagen das Wingard wieder hervorragende Arbeit geleistet hat und die gleichen Stilmittel wie in seinem Knaller "The Guest" anwendet.
            Auch die Auswahl des Soundtrack ist mehr als nur gelungen und sorgt für einige Ohrwürmer.

            Wenn man ihn als eigenständigen Horrorfilm sieht und nicht als Animeverfilmung, dann hat man hier wirklich einen kleinen Geheimtipp vor Augen, den man sich unbedingt ansehen sollte. Und bitte nicht von der schlechten Imdb-Bewertung abschrecken lassen, daran sind nur Fansboys schuld die einen auf wichtig machen wollen!

            8 von 10 - Adam Wingard gut gemacht!

            6
            • 6

              Ich muss gestehen, dass ich nie der aller größte Fan vom Death Note Anime war, was vor allem am Hauptcharakter und der zweiten Hälfte der Serie lag. Trotzdem war der Anime schon eine ziemlich starke Nummer, weshalb ich mich sehr auf das amerikanische Remake gefreut habe. Besonders nach der Ghost in the Shell Verfilmung, die mir extrem gut gefallen hat, stehe ich solchen Adaptionen sehr positiv gegenüber. Es wurde in diesem Film einiges abgeändert, was ich völlig in Ordnung finde. Nichts ist langweiliger als ein 1:1 Remake. Kurz und knapp : Netflix's Death Note ist in der ersten Hälfte fantastisch, in der Zweiten leider ziemlich enttäuschend. Genau wie der Anime.

              Der junge Light Turner ist eigentlich ein Musterschüler. Er schreibt gute Noten und ist an sich ein ganz normaler junger Mann. Eines Tages findet er jedoch ein seltsames schwarzes Buch. Dieses Buch soll sein Leben für immer verändern, denn es handelt sich um ein magisches Buch namens Death Note. Trägt man den Namen eines Menschen hinein, stirbt diese Person. Light hält die Welt für einen bösen und korrupten Ort, weshalb er seine ganz persönliche Vendetta gegen die Kriminalität startet. Bis er eines Tages einen großen Fehler begeht : Er vertraut sich einer Freundin an.

              Lasst euch nicht vom viel zu niedrigen Imdb Ranking abschrecken. Der Film wurde nur auf Grund seiner Existenz down gevotet. Anime Fans sind da gnadenlos, glaubt mir, ich bin seit fast 20 Jahren in der "Szene" drin. Das amerikanische Remake geht völlig in Ordnung und ist aus handwerklicher Sicht grundsolide. Die erste Hälfte ist sogar ziemlich gut, die Spannung ist unermesslich hoch, die Story bleibt niemals an einer Stelle kleben und wird zügig erzählt. Leider verliert der Film dann in der zweiten Hälfte den Faden und baut haarsträubende Sachen rein. Das Finale ist ein totaler Witz und die Figuren verhalten sich völlig unglaubwürdig.

              Hauptdarsteller Nat Wolff ist als Light in soweit gut getroffen, dass ich ihn in diesem Film genauso wenig mochte wie im Anime. Allerdings fehlt hier so ein bisschen seine Raffinesse, denn wirklich clever verhält er sich nicht. Lakeith Stanfield als L (der beste Charakter im Anime) ist schauspielerisch brillant, doch leider ist er für mich insgesamt viel zu emotional geraten. L war immer ein ruhiger und gefasster Charakter, doch hier sind seine Charakterzüge oft viel zu sprunghaft. Der größte Störfaktor war jedoch Margaret Qualley als Mia. Sie ist einer der Hauptgründe, weshalb die zweite Hälfte eine echte Zumutung ist. Ihr Charakter ist unausstehlich, schlecht geschrieben und total unglaubwürdig. Das größte Highlight war für mich Willem Dafoe als Ryuk, der unglaublich gut getroffen ist und jede einzelne Szene mit ihm ist großartig. Auch Shea Whigham als Lights Vater hat einen guten Job absolviert und er liefert neben Dafoe die beste Leistung im Film ab.

              Fazit : Spannend, ungünstig gecastet und etwas zu sprunghaft. Wichtig ist hier, wie bei jeder Adaption, den Film nicht mit dem Anime zu vergleichen. Man erkennt definitiv, dass es Death Note ist und die erste Hälfte hat mir richtig gut gefallen. Leider war der Hauptdarsteller nicht überzeugend, der Romantik-Anteil total nervig und der Soundtrack unpassend. Death Note ist kein schlechter Film, aber er hat einige Probleme, die man aber bei der Fortsetzung durchaus ausbügeln kann. Das imdb Ranking ist trotz allem völlig überzogen.

              6/10

              --------------------------------------------------------

              JokerReviews Hauptseite auf Instagram : https://www.instagram.com/joker.reviews/

              • 2

                Death Note: 2/10
                +ryuks sprüche
                +regie ist solide
                +wieso er sich kira nennt ist ne nette referenz
                +musik ist gut

                -die todesszenen sind kacke
                -paar sachen geben keinen sinn
                -charaktere sind geistesgestört dumm
                -L wurde stellenweise vergewaltigt
                -katastrophales set up build up pay off
                -das ende
                -allgemeine vergewaltigung von death note
                -schauspieler meist unterdurchschnittlich, light kacke

                kann sich gern zu solchem abfall wie last airbander und dragonball evolution gesellen

                • 4

                  Ich kenne den Manga nicht. Trotz mieser Kritiken habe ich mir dieses Machwerk mal angesehen und war zumindest am Anfang nicht so richtig enttäuscht. Das kam erst später.

                  Netflix hat nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der Film sieht absolut nicht billig aus, der Soundtrack ist solide und wenn Rainer Schöne irgendwo Sprecher ist, hat das ganze Ding sowieso automatisch einen Punkt mehr bei mir.

                  Doch hier hätte ich mir gewünscht, dass Netflix das Thema NICHT in einen Film verpackt, sondern eine Horrormystery-Serie draus macht. Die Handlung wirkte extrem zusammengehämmert. Der Schritt vom Nerd zum Mordgott ging viel zu schnell und das Ende habe ich überhaupt nicht mehr so richtig verstanden.

                  Für die Fans des Mangas war der Film sicherlich die Hölle, allein schon wegen der "Final Destination"-Momente.

                  1
                  • 4 .5

                    Death Note in der Hollywoodfassung ist ein recht zahmer Film, der zwar interessant beginnt, sich dann aber im Durchschnitt verläuft. [Dani Maurer]

                    • 5

                      Stilsicher inszenierte (freie) Manga-Adaption, die hier und da an philosophischen Fragen kratzt, die eine oder andere amüsante Gewaltspitze aufbietet und mit Shea Whigham und Willem Dafoe(s Stimme) auch erstklassige Nebendarsteller in petto hat, dabei aber wenig spannend und insgesamt auch zu brav daherkommt. Tut keinem weh, kann man sich geben.

                      • 1 .5

                        Schwache Leistung

                        • 2
                          based_god 10.09.2017, 16:12 Geändert 10.09.2017, 16:12

                          Die Mischung aus Original, "Final Destination"esquem Gore und amerikanischstem Highschool-Film funktioniert nie richtig. Die Charaktere sind sehr blass und die Geschichte voller (Logik-)Löcher. Einzig der Soundtrack und die Effekte sind einigermassen akzeptabel. Der Rest ist ein Murks und erhielte auch als eigenständiger Film das Prädikat "uninteressant". Da sich der Film aber als Remake ankündigt muss er sich mit dem tollen Original vergleichen lassen. Und hier schneidet "Death Note 2017" furchtbar schlecht ab.

                          4
                          • 6

                            "Death Note" beginnt ziemlich schwach, kommt dann aber doch ganz gut auf Touren, auch wenn man das hätte sicher noch konfliktreicher und verwinkelter ausgestalten können. Da war definitiv mehr Potential vorhanden, aber in Ansätzen hat es mir gefallen und definitiv auch unterhalten.

                            • 0 .5

                              Statt intelligentem Katz-und-Maus-Spiel erleben wir hier einen L, der sich eine Verfolgungsjagd im Polzeiwagen liefert und wild um sich ballert. Von der ausgeklügelten Handlung des Originals ist so gut wie nichts geblieben. Anspruchsloser Murks.

                              1
                              • 7

                                Light, wer heißt denn schon Light, falls das überhaupt in echter Name ist, aber egal, darum soll es nun nicht gehen.

                                Manchmal verstehe ich einige Bewertungen nicht, klar ist Death Note kein epochales Meisterwerk, das mir bis zum Ende meiner Tage in Erinnerungen bleiben wird, aber so schlecht, wie er hier teilweise gemacht wird ist er nun auch nicht.

                                Entweder ist die Erwartungshaltung zu hoch (und die kann bei so einem Titel und Beschreibung nicht wirklich hoch ausfallen) oder haben diese Menschen in der Tat noch nie einen wirklich schlechten Film gesehen.

                                Ich für meinen Teil habe nicht viel erwartet und wurde einigermaßen gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger. Klar hätte man an manchen Stellen mehr draus machen können, aber wie gesagt, gibt viele viele Beispiele, wie es auch schlecht sein kann.

                                Von mir deswegen 7,0/10, aus Trotz ^^

                                1
                                • 4 .5

                                  "[...] Der Netflix Film kommt wie ein MashUp zwischen Wishmaster und Final Destination daher. [...] Trotz erzählerischer Schwächen sieht man dem Netflix Film sein Budget an. [...] Selbst wer sich nicht von Mangas begeistern lassen kann und trotzdem die Geschichte von Death Note erfahren möchte, auch dann wirkt der Film zu unrund. Da ist für eine eventuelle Fortsetzung durchaus noch Luft nach oben. [...] (Für Nichtkenner) kann die Netflix Produktion rund um ein mörderisches Notizbuch einen annehmbaren Zeitvertreib aus der Genre-Ecke des Fantasy-Horror grundsätzlich bieten."

                                  http://movicfreakz.de/death-note-netflix/

                                  8
                                  • 7

                                    Ich kenne Manga und Anime nicht und konnte so unvoreingenommen an den Film rangehen und wurde positiv überrascht.
                                    Die Story gefiel mir, auch, wenn ich den Hauptdarsteller schrecklich fand. Schon die Optik, mit den schlecht blondierten Haaren gehört verboten.
                                    Die Animation des Ryuk fand ich durchaus gelungen, ganz schön creepy der Gute.
                                    Manche Sachen kamen mir etwas zu kurz, z.B. wie L wurde, wie er ist.
                                    Trotzdem gabs hier ganz coole Effekte, viel Action und wenn man die Popcornkino typischen Logikfehler übersehen kann, ganz gute Unterhaltung.

                                    4
                                    • 3

                                      Gewisse Dinge funktioniere in einem echten Film einfach nicht. Nur Süßigkeiten essen und nie schlafen und immer mit den Füßen auf dem Stuhl stehen. Das ist nichts für die reale Welt. Ich habe ehrlich gehofft, sie machen einen ernsten Film daraus. So bleibt es nur eine billige Realverfilmung mit wenigen guten Momenten. Schade um das gigantische Potential. Ich kann nur dazu raten die Animeserie anzuschauen,

                                      1
                                      • 2 .5

                                        Der Film sieht produktionstechnisch ja gut aus, wenn auch leider kalt, seelenlos und ohne Herz. So ist dann aber auch der restliche Film und ob er an den Anime heran kommt, kann ich nicht sagen. Aber selbst wenn, wenn man diese Vorlage ignoriert und den Film frei von Vorurteilen anguckt, bleibt es dabei. Es ist am Ende ein schlechter Film mit einer völlig dummen Geschichte, die eine interessante Prämisse schon von Beginn an zerstört. Das Buch kommt aus dem Nichts...ernsthaft?

                                        So wird dann der Rest einfach herunter gespult und mit komischen Szenen gefüllt. Die Schauspieler geben sich gar keine Mühe, die Schwächen ihrer Dialoge zu kaschieren.

                                        • 0 .5

                                          0,5 Pkt... Diese rechtfertigt nur Willem Dafoe als Ryuk... Mein Herz blutet wenn ich zurück an den Anime denke. Bitte lasst kein Sequel zu - das vertrage ich nicht. Dieser Film wäre nicht mal als eigenständiges Werk akzeptabel, aber hier haben ja eigentlich schon Leute alles geschrieben, weswegen ich die zahlreichen Kritikpunkte nicht alle wieder aufgreifen möchte. Lasst einfach die Finger von diesem Schandfleck.

                                          • 3

                                            Death Note ist ein Film für die Generation Instagram - cooler Look, keine Seele. Neben dem mittelmäßigen Schauspiel der beiden Hauptdarsteller und den wirren Entscheidungen der Charaktere leidet der Film besonders unter seiner ekelhaften Schwarz-Weiß-Moral. Death Note verschwendet keinen Gedanken an Fehlurteile, Rehabilitation oder Reue - hier werden Sexualstraftäter direkt geschlachtet. Wer sich gegen diese Art der Justiz ausspricht, der wird auch geschlachtet. Die eigentlich interessante Story bietet grundsätzlich jede Menge Platz für eine differenzierte Darstellung der moralischen Extreme. Es hätte interessant werden können - nur das wurde es eben nicht.

                                            2
                                            • 6 .5
                                              RageAgainstTM 02.09.2017, 15:21 Geändert 02.09.2017, 15:22

                                              wow, völlig unerwartet, kannte das gar nicht, echt gut. reinschauen lohnt sich def, da in diesem genre aktuell nix los ist, passt das hier.
                                              p.s. hab mit mango oder manga nix am hut.

                                              • 0
                                                howannes.warrakhjan 01.09.2017, 20:11 Geändert 01.09.2017, 20:13

                                                Da blutet einem das Fanherz.
                                                So was erbärmliches und widerliches habe ich seit Herr der Elemente, Dragon Ball Evolution schon lange nicht mehr gesehen. Adam wingard ist ein meiner Meinung nach miserabler Regisseur, und die Autoren gehören für immer aus Hollywood verbannt! Aber auch die Produzenten & Verantwortlichen hinter alldem müssen mächtig auf Meth gewesen sein um aus einem brillanten Manga/Anime am Ende So was zu kreieren.

                                                Selbst die Schauspieler allen voran Nah Wolff zeigen in keinster Weise auch nur annährend Talent! Bis auf Ryuk der Klasse von Dafoe vertont wird (Und auch im deutschen) sehe ich keinerlei positiven und nennenswerten Aspekte.

                                                0 - Für Story
                                                0 - Für die misshandelten Charaktere

                                                Einfach ignorieren ist reine Zeitverschwendung ich wollte dem ganzen eine Chance geben, letztlich habe ich seither Alpträume.

                                                1
                                                • 4 .5

                                                  Im Vergleich zum Anime/Manga nicht der Redewert

                                                  • 4 .5

                                                    Den Anime habe ich bereits 5 mal gesehen und war jedes mal genauso begeistert wie beim 1.Mal. Ich finde Death Note gehört mit den zu den besten und intelligentesten Animes gehört die es gibt. Allein dieses Katz und Maus Spiel zwischen Light und L war immer sehr spannend und genial mitanzusehen.

                                                    Als es dann hieß das Netflix eine eigene Version davon veröffentlichen wird war ich begeistert gewesen. Wieso den auch nicht?!? Remake oder Neuinterpretationen sind immer eine interessante Sache und zeigen wie andere Filmemacher einen bekannten Stoff sehen und am liebsten umsetzen würden. Daher gebe ich solchen Versionen immer eine Chance und verfluche sie nicht gleich vor dem Release und bevor ich sie selbst gesehen habe.

                                                    Am Ende war ich dann von Death Note doch leider enttäuscht gewesen.
                                                    Ich finde Atmosphäre top, der Look und die Inszenierungen der Tode haben mehr sehr gut gefallen. Auch Ryuk gefiel mir von seiner visuellen Darstellung echt gut (auch wenn ich ihn gerne mal komplett im hellen gesehen hätte). L gefiel mir in dieser Version auch sehr gut und hab ihn gerne bei seiner Arbeit zugeschaut.

                                                    Woran es dann am Ende scheiterte war einfach das echt versucht wurde den Aninme/Manga in einen knappen 2Std Film zu quetschen. Alles was die Vorlage ausmacht fehlt hier komplett oder wird viel zu hastig abgearbeitet.

                                                    Punkte die mich gestört haben (mögliche #SPOILER#)

                                                    - Light „findet“ Death Note, beschützt Mädchen, töten einen Bully, sitzt in der Turnhalle, besagtes Mädchen kommt zu ihm und beide geben zu den Namen des anderen bereits zu kennen ohne sich je mal groß unterhalten zu haben und Light offenbart ihr dann direkt das Death Note und was es kann.
                                                    - Ryuk ist hier ein echtes Arschloch vom Charakter her und mischt viel zu viel ein. In der Vorlage agiert er eigentlich nur als Zuschauer und greift nie wirklich ins Geschehen ein weil er es viel lustiger findet zuzuschauen.
                                                    - Light und sein Vater wohnen nur 5m einer Gleise entfernt und müssen ständig alles festhalten wenn n Zug vorbeifährt. NIEMAND würde in dem Haus echt wohnen.
                                                    - Light´s Vater wurde wohl als Polizist degradiert und arbeitet auf einmal ALLEIN am größten Serienkiller Fall der Geschichte?!?!?
                                                    - L ist sehr emotional und benutzt sogar eine Waffe!?! In der Vorlage hat er NIE eine Waffe benutzt da er die Dinger nicht ab kann. Emotionen hat er auch so gut wie nie gezeigt. Nur bei seinem kleinen Fight mit Light und deren Moment auf der Treppe als sie aus dem Regen vom Dach kommen.
                                                    - Light scheint zwar sehr schlau zu sein, aber bei weitem nicht so intelligent wie seine Vorlage. Stellenweise kommt der sogar echt Pussy mäßig rüber.

                                                    Meiner Meinung nach hätte der Film viele dieser und anderer Punkte sich ersparen können wenn er wirklich als eine völlig reine neu Interpretation dahergekommen wäre. Was bedeutet auch die wichtigen Namen zu ändern.
                                                    Hätten die Macher aus Light einen Steve, Tyrese, Jack o.ä gemacht und auch KIRA abgeändert auf Justice, Befreier oder so und auch L´s Bewegungen und Namen geändert dann hätte man diese Version nicht ständig mit seiner Vorlage verglichen. Story mäßig hätte dieser Film ja auch vor oder nach den Ereignissen in Japan angesiedelt sein können. Oder auch nicht, je nach dem.

                                                    Netflix produziert viele und gute Serien in eigen Produktion, aber hier wo eine Serie definitiv sinnvoll gewesen wäre machen sie nur einen Film mit der Option auf Teil 2,3,4 u.s.w.
                                                    Vielleicht ändern sie das Konzept ja noch und produzieren dann doch eine Serie, wer weiß.
                                                    Sollte doch ein 2. Teil kommen (wonach es ja aktuell wohl aussieht) werde ich ihn mir auch anschauen und bin gespannt wie sie die Geschichte weitererzählen wollen jetzt nach dem

                                                    #SPOILER#

                                                    L ja weiß das Light KIRA ist und wie er tötet.

                                                    #SPOILER ENDE#

                                                    Abwarten und schauen was da kommt.

                                                    1
                                                    ▲ Top